Motorradtour auf Madeira

Winterflucht 2010 nach Madeira

Um dem Winter 2010 für kurze Zeit zu entfliehen, haben wir uns dieses Mal für Madeira entschieden. Keine lange Anreise (was sich noch als falsch herausstellen sollte), mildes Klima und schönste Motorradstrecken, so hatten wir es schon oft gelesen. Dazu noch ein bisschen Wandern – dieses Jahr sollte es also mal klappen.

Ausgerechnet bei unserem Anflug auf die Insel des ewigen Frühlings sollte ein schweres Unwetter über Madeira niedergehen. Der Pilot entschied sich dann für den Rückflug nach Portugal, wo wir eine Nacht „zwangsübernachten“ mußten. Die Airline organisierte aber ein standesgemäßes 5* Hotel, so daß der Frust über den Zwischenstop nicht ganz so groß ausfiel.

 

 

 

 

 

Mit 24-stündiger Verspätung sind wir dann am nächsten Tag doch noch auf Madeira gelandet (in der Zeit hätte man auch glatt nach Neuseeland fliegen können) Unsere Motorradvermietung (Magoscar) hatten wir schon informiert, daß wir uns verspäten. Alles kein Problem! Vom Flughafen wurden wir abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Am selben Tag haben wir dann noch den Mietvertrag für das Moped klar gemacht, denn am nächsten Tag sollte es gleich mit einer ersten Erkundungsfahrt losgehen. Nach dem ganzen Streß der letzten zwei Tage hatten wir uns aber erst mal etwas Ruhe verdient. Der erste sundowner tat richtig gut.

 

So, am nächsten Tag ging´s dann endlich los. Frühstück einwerfen, Mopedklamotten anziehen und die Insel erkunden. Wir brauchten gar nicht lange fahren um zu sehen, warum unser Pilot vor zwei Tagen umgedreht ist. Das Unwetter hat überall auf der Insel heftige Spuren hinterlassen. Felsrutsche, abgerissene Straßen, tonnenschwere Brocken auf den Straßen – das muß wirklich heftig zur Sache gegangen sein. Im Nachhinein waren wir froh, daß unser Flieger umgedreht ist. An einigen Stellen haben wir der F650GS ganz schön was abverlangt, um durch das Geröll auf der Straße durchzukommen. Ein Geländemoped ist das Teil ja sowieso nicht, aber zu den Qualitäten, oder besser fehlenden Qualitäten, komme ich später noch.

Die nächsten Tage sind wir dann erst mal kreuz und quer über die Insel gefahren. Das Beste an Madeira sind nicht allein die vielen Kurven. Die Steigungen und Gefälle der Straßen sind manchmal schon echt der Hammer. Da sind manche Flachlandtiroler bestimmt mit überfordert. 😉

Das Wetter kann sich auf Madeira von Minute zu Minute ändern. Eben noch voll im dicken oben auf´m BergNebel und ein paar Meter weiter scheint schon wieder die Sonne, was das Zeug hält. Dem zufolge sollte man kleidungstechnisch immer auf alles vorbereitet sein. Aber mit der „super Gepäckausrüstung“ der BMW, damit meine ich dieses schicke Köfferchen hinten drauf, hatten wir natürlich immer die Möglichkeit, die richtige Kleidung auszuwählen. 😉 Damit sind die Vorzüge unseres Motorrades aber

auch schon fast erschöpft. Ansonsten ist dieses Teil einfach nur unbequem (für Fahrer wie Beifahrer). Der Sound, sofern man überhaupt davon sprechen kann, klingt, wie wenn man(n)  in einen Blecheimer pinkelt. Die Motorleistung ist bei zwei Personen hart an der Grenze. Für Madeira hat es allerdings gereicht. Leider gab es auf Madeira nur BMW´s zu mieten, so daß wir damit Vorlieb nehmen mußten. Ich will das Teil aber auch nicht schlechter machen, als es ist. In der einen Woche hat sie klaglos Ihren Dienst verrichtet, ohne irgendwelche Probleme. Kaufen würde ich mir dieses Moped allerdings nie. Interessant wäre mal der Vergleich zur F800GS – diese war aber leider schon vermietet, so daß ich darüber nichts sagen kann.

Hier noch ein paar Bilder von derInsel.

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2 Antworten zu Motorradtour auf Madeira

  1. Olli schreibt:

    Hi Maik u.Regina,
    schön das ihr endlich mal Eure Urlaube veröffentlicht.
    Weiter so…
    Gruß der Olli

  2. Iris schreibt:

    Hallo Ihr beiden,
    da bin ich aber mal gespannt auf weitere Berichte.
    Allzeit gute Fahrt wünscht Euch

    die Iris

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