18.05.2010 kleine Feierabendrunde zur Hanskühnenburg

Ich fahre nun zwar erst seit ein paar Wochen mit dem Rad durch die Gegend, aber wenn man mit anderen Bikern spricht, werden oftmals die gleichen Ziele genannt. Die ersten kleinen Anstiege wie Kuckholzklippe oder Kaisereiche hatte ich schon „abgehakt“, jetzt hörte ich immer öfter, wie von der Hanskühnenburg gesprochen wurde. Vom wandern war mir der Ort schon bekannt, wie man mit dem Rad dort am leichtesten hinkommt, sollte mir Stefan zeigen. So ging´s gestern nach Feierabend los.

Aus der „Leege“ soll die einfachste Anfahrt möglich sein. Die ersten Kilometer gingen dann auch recht easy über die Bühne. Nachdem wir so auf ca. 400 m ü.NN waren, ging´s erst mal wieder geradeaus – alles kein Problem. Nach 10 gefahrenen Kilometern ging´s dann los. Auf den nächsten 4  km waren dann durchnittlich 8% Steigung drin. Wer hatte bloß diese verrückte Idee, nach einem harten 😉 Arbeitstag hier hochzufahren. Inzwischen war es 18:00 Uhr, die ersten Hochrechnungen in meinem Kopf spielen mir eine Rückkehr im Dunkeln vor. Immer wieder ging meine Hand zum Navi, um den Höhenmessser aufzurufen. Als er endlich 700m ü.NN anzeigte, wähnte ich mich schon fast am Ziel (die Burg liegt auf 811 m) . Aber irgendwie wollte die verbleibende Entfernung nicht dazu passen.  Auf den nächsten Metern wußte ich auch warum – es ging erst mal wieder bergab. Fuck! Jeder mühsam erkämpfte Höhenmeter ging ruck zuck wieder  verloren. Das Ganze ging so ca. 1,5 km, danach waren 50 Höhenmeter weniger auf dem GPs zu sehen :-(. Also auf ein Neues! So ging es dann weiter, bis auf der Hinweistafel am Wegesrand stand „0,5 km – Hanskühnenburg“. Na also, gleich da! Aber da war noch die Warnung von meinem Kumpel Stephan Z. „Die letzten 600 m sind die schwersten!“ Was, noch schwerer? Als mir die Gegend endlich bekannt vorkam wußte ich, was noch auf mich zukommt. Von unserer letzten Winterwanderung hatte ich dieses „Stückchen“ noch gut in Erinnerung. Allerdings ging es damals bergab. Also, noch mal kurz Kräfte sammeln, kleinste Übersetzung, dann ging´s los. Die ersten hundert Meter gingen noch, nach 200 m dachte ich  „…warum  tust Du das hier eigentlich?“. Nach weiteren hundert Metern „…man kann das Rad doch auch schieben!“. Kurz bevor ich schon absteigen wollte, sah ich durch die Baumwipfel das Dach der Hanskühnenburg. Jetzt hatte der Berg endgültig verloren!!! Du Sau! Ich steige nicht ab! Das wäre ja noch schöner!!! Endlich oben angekommen. Nach gut 19 km und 1,45 h hatten wir es geschafft. Natürlich war es oben saukalt, ich war ziemlich fertig und durchgeschwitzt und ich hatte meine Klamotten zum Wechseln vergessen. Zum Glück hatte ich wenigstens meine Regenjacke im Rucksack, ansonsten wäre ich wohl bei der Abfahrt erfroren.Die Pause dort oben war dann auch entsprechend kurz. Schnell ein Foddo gemacht, ein  paar Kalorien eingeworfen und nach 10 Min. ging´s wieder los. Die Abfahrt erforderte noch mal volle Konzentration. Die Schlaglöcher waren reichlich vorhanden und mit 40-50 km/h sollte man tunlichst keines davon erwischen.

Nach einer knappen Stunde war ich dann wieder in Osterode. Am Ende der Tour standen dann 36 km und 874 Höhenmeter mehr auf der Uhr. War doch ganz nett! 😉

wo ging´s lang

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