Bis an’s Ende der Welt…

…oder jedenfalls bis kurz davor soll es dieses Mal gehen. Nachdem wir es auf den letzten beiden Reisen immer mit Temperaturen deutlich über 30 Grad zu tun hatten, dachten wir uns, auf der nächsten Reise darf es ruhig mal etwas ziviler zugehen. Was lag also näher, als einen Abstecher nach Neuseeland zu planen. Gesagt getan, aber so einfach ging es dieses Mal nicht. Mit dem Motorrad war das so eine Sache. Da wir von unserer Verschiffung nach Thailand immer noch leicht „traumatisiert“ waren, wollten wir erst eine Maschine mieten. Aber für knapp drei Monate ist das einfach nicht finanzierbar – jedenfalls nicht, wenn man ein anständiges Moped vom Schlag einer KTM fahren will. Dann dachten wir an kaufen und wieder verkaufen. Da war uns das Risiko des Wiederverkaufs dann doch zu groß. Außerdem stand fest, daß wir auf dieser Reise wieder zu zweit auf einem Moped unterwegs sein wollten, was an die Gepäckunterbringung wieder höchste Herausforderungen stellt. Bei einer gekauften Maschine wären wir da nicht so sicher gewesen, ob wir alles untergebracht hätten. Also blieb wieder mal nur der Transport des eigenen Mopeds übrig. Und wieder kommt die KTM in die Kiste und geht auf Seereise – per Flieger kostet es fast das Doppelte.  Bevor es losgeht, ist aber erst mal eine penible Säuberung des Mopeds notwendig. Die Neuseeländer nehmen es da ganz genau. Haben sie doch ungeheure Angst davor, sich irgendwelches Ungeziefer ins Land zu holen. Also ging es an einem schönen Wochende im Oktober daran, eine Enduro von den Überresten mehrerer Offroadeinlagen zu befreien. Man glaubt gar nicht, wieviel Verstecke es an einem Motorrad für Dreck jeglicher Art gibt. Einfach unglaublich, wo sich der Mist überall festsetzt. Mittels Hochdruck wurden dann reichlich Wasser und Luft verwendet um in die letzten Ritzen zu gelangen. Bei dieser Aktion hat sich dann leider auch herausgestellt, daß unsere LC8 etwas inkontinent geworden ist (der Simmering vom Gangsensor hat anscheinend das Zeitliche gesegnet). Nach über 60.000km darf er das zwar auch, aber dennoch bin ich für solche Überraschungen kurz vor der Verschiffung nicht unbedingt zu begeistern. Also schnell noch bei Bräuer in Hildesheim angerufen, um diesen vermaledeiten Dichtring zu bestellen.  Aber als wenn das noch nicht genug an Überraschungen wäre, hat sich an diesem Wochenende auch noch unser Navi in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Ersatz von Garmin wurde zwar gleich zugesagt, aber da das Teil nach 3 Jahren sooo veraltet ist, daß nur noch das Nachfolgemodell geliefert werden kann, muß natürlich auch die komplette Stromversorgung und Halterung am Motorrad getauscht werden. Hoffentlich kommt noch alles rechtzeitig an, bevor es in die Kiste geht!

28.10.11 und ab damit…

…zuerst einmal wieder in die Kiste. Nachdem der Simmering und das neue Navi noch rechtzeitig eingetroffen sind, wurde alles ruck zuck angebaut. Große Testfahrten waren allerdings nicht mehr drin, da das Moped ja schon blitz blank geputzt war. So konnte nur in der Garage alles geprüft werden.

Letzte Woche wurde dann nach Feierabend das Moped verpackt. Ein bißchen Sorge hatten wir schon, ob wir das ganze Gepäck auch unterkriegen. Schließlich mußten neben der KTM noch 2 Koffer und 3 große Gepäckrollen mit in die Kiste. Beim letzten Mal konnten wir das ganze Zeug bequem auf zwei Kisten verteilen. Aber mit ein bißchen quetschen und schieben haben wir dann doch noch alles verstaut. Von Vorteil war diesmal, daß wir alles in der Firma machen konnten. So war das Anheben der Maschine mit dem großen Flaschenzug ganz easy. Da konnte das Moped dann mit einer Hand an die richtige Position gebracht werden. Beim Kiste zusammenbauen hatten wir ja inzwischen schon Übung. So war der ganze Spuk nach knapp drei Stunden vorbei und die Kiste war fix und fertig gepackt. Das nächste Wochenende sollte es dann nach Hamburg zum Hafen gehen. Anders als beim letzten Mal haben wir die Kiste diesmal selber transportiert. Das Wetter war uns wohl gesonnen, Ende Oktober bei 16 Grad und Sonnenschein war es kein Problem, alles trocken nach Hamburg zu bringen. Im Hafen ging dann alles ganz easy. Anlieferschein abgeben, ein paar Minuten warten und schon kam der Staplerfahrer und hat sich der Kiste angenommen. Man kommt sich zwar ein bißchen winzig vor zwischen den ganzen Trucks, aber die Jungs waren alle gut drauf und man konnte auch gleich noch etwas „Benzin“ quatschen. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, daß unser Moped dieses Mal pünktlich ankommt und wir nicht wieder zwei Wochen warten müssen, wie in Bangkok. Gute Reise! Wir sehen uns im neuen Jahr.

04.01.12 Neuseeland – here we are!

Nach insgesamt 37 Stunden auf  Achse, davon 21 in den beiden Fliegern, sind wir total geschafft in Neuseeland angekommen. Gott sei Dank lief alles ohne Probleme ab. Keine Verspätungen oder sonstige Zwischenfälle. Die kann man bei so einem Trip auch wirklich nicht gebrauchen. Nach einem kurzen Zwischenstop in Singapore ging`s gleich in den nächsten Flieger weiter nach Auckland. Dort angekommen wurden alle Fluggäste gleich durch die Biosecurity (in Form eines Beagel´s) beschnüffelt. Der arme Köter konnte eigentlich gar nichts mehr riechen – bei hunderten verschwitzten Touris muß auch die beste Nase kapitulieren. Aber alles lief ruck zuck ab, sogar unser Koffer kam diesmal als erster vom Band. Am Flughafen haben wir uns dann noch kurz mit Linna getroffen, für die wir ein Notebook “importiert” hatten. Nach kurzem Smaltalk ging´s dann per Sammeltaxi weiter in unsere Unterkunft. Heute morgen beim Frühstück klingelte auch schon das Telefon. Graham, unser Agent in Auckland, meldete sich wegen dem Import des Motorrades. Für Mittag war ein Termin bei der Biosecurity und beim Zoll angesetzt. Prima, so hatten wir uns das vorgestellt. Dort angekommen gab´s eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute war, daß alles ohne Probleme importiert werden konnte. sowohl das Motorrad als auch unsere persönliche Ausrüstung wurden nicht beanstandet. Die schlechte Nachricht war, zumindest für uns, daß dafür schon unsere Kiste geöffnet war und unsere Kisten und Gepäckrollen entnommen wurden. Dabei gehen die Jungs hier recht schmerzfrei vor. Unsere Kiste wurde anscheinend mit einem Brecheisen geöffnet. Daß man dafür auch einen Akkuschrauber benutzen kann, ist Ihnen anscheinend entgangen. Jedenfalls sah unsere Kiste ganz schön ramponiert aus. Wir woll´n mal hoffen, daß sie dabei keinen weitern Schaden am Moped angerichtet haben. Das wird sich allerding´s erst morgen rausstellen, denn dann können wir unser Moped in Empfang nehmen und zusammenbauen. Der Stempel vom Zoll für unser Carnet de Passage war eigentlich nur noch Formsache. Das alles so schnell und reibungslos lief, haben wir nicht zuletzt Graham zu verdanken, der uns überall hingebracht und alles in die Wege geleitet hat. Am Abend konnten wir dann noch einen ersten Stadtbummel durch Auckland machen. Erster Anlaufpunkt war dabei der Skytower, der nur knapp zwei Kilometer v0n unserem Quartier entfernt ist. Eins der Wahrzeichen von Auckland – ganz Verrückte springen gleich mal zur Begrüßung vom Turm runter. Ansonsten ist Auckland zwar eine Großstadt, aber trotzdem recht angenehm, was die Architektur angeht. Hier kann man´s aushalten!

05.01.12 Jetzt kann´s losgehen

So hätten wir uns das bei der letzten Tour auch gewünscht. Wie abgesprochen wurde heute morgen unsere Kiste in ein anderes Depot gebracht, da wir da auch die zerlegte Kiste bis zu unserer Rückreise lagern können. Nachdem wir gestern ja ein bisschen angesäuert waren, wie diese Experten bei der MAF (Manual Biosecurity Authority) mit unserer Kiste umgegangen sind, war heute aber Entspannung angesagt. Bis auf die Kleinigkeit, daß irgendein Vollpfosten von denen die Handbremse gezogen hat, um dort einen Aufkleber anzubringen. Bei ausgebautem Vorderrad macht sich das natürlich besonders gut.  So mußte ich die Bremsbeläge erst mal wieder in Position bringen. Ansonsten lief aber alles wie geschmiert. Nach knapp drei Sunden hatten wir das Moped zusammengebaut, die Kiste verstaut, waren beim neuseeländischen TÜV und haben die oversee´s visitors registration gemacht. So langsam kriegen wir Übung in diesen Dingen. Das Beste waren aber die Jungs vom TÜV.  Da wurde erst mal erzählt woher, wohin, was man selber für Mopeds fährt usw. Am Ende haben wir dann die WOF (warranty of fitness) bescheinigt bekommen. Aber nicht, daß das so ein Geplänkel gewesen wäre, so eine Kontrolle habe ich beim deutschen TÜV selten erlebt. Da wurde alles penibel gecheckt. Vom Licht über Radlagerspiel bis Bremsen war alles dabei. Aber an der KTM gab´s nichts zu meckern, sogar vom Xenon-Licht waren sie begeistert. 😉 Der Haken bei der Geschichte war natürlich, daß wir am Ende gut 80 NZ$ ärmer waren, aber dafür braucht man nicht bei jeder Kontrolle ins schwitzen zu kommen. Jetzt kann es am Samstag Richtung Nordkap losgehen. Morgen wird noch ein wenig sightseeing in Auckland gemacht, dann geht´s los!

07.01.12 on the road again

Bevor wir nun endgültig aufbrechen, wollten wir uns noch ein bisschen in Auckland umsehen. Vor allem das schöne Wetter noch ausnutzen, das gerade angesagt war. Aber dazu später. Wenn man in Auckland ist, gehört ein Besuch des Sky Towers zu den “must have do”. Also nichts wie los. Mit dem Bus in die City und rauf auf den Turm. Aus 220m Höhe hat man einen phantastischen Blick über die Stadt. Aber die Kiwis bieten nicht nur Aussicht sondern auch noch Action ohne Ende. Für ein “geringes Entgelt” von 90 bzw. 135€ kann man entweder den Skywalk (auf einem schmalen Steg in 200m Höhe außen um den Turm laufen) oder den Skyjump (am Seil vom  Turm runterspringen) machen. Beides nichts für schwache Nerven. Wir haben den Adrenalinjunkies aber lieber bei einem Cappuccino von innen zugesehen. Ansonsten ist Auckland zwar eine multikulturelle Großstadt, aber dennoch recht angenehm zu erkunden. Die Hochhäuser beschränken sich nur auf einen kleinen Bereich in der City, ringsherum ist aber alles mit viel Grün durchsetzt. Auch unsere Unterkunft liegt direkt am Western Park, so daß man immer ein paar Pflanzen im Blick hat. Heute ging es dann auf in Richtung Nordkap. Als wenn Neuseeland gleich mal unsere Ausrüstung auf Wetterfestigkeit testen wollte, fing es am Morgen pünktlich an zu regnen. Nach 140km im Dauerregen hatten wir die S….. gestrichen voll. Die Regenklamotten haben zwar dicht gehalten und der neue Heidenau K60 konnte mal zeigen, was er auf nasser Straße so drauf hat, aber Spaß ist was anderes. Auf einem Campingplatz in der Nähe von Ruakaka haben wir dann eine kleine Hütte gemietet. Zum Zelten hatten wir heute beide nicht mehr die geringste Lust. Das Schlimme daran ist, daß wir schon in der Zeitung von den Wetterkapriolen der letzten Wochen gelesen hatten, und daß der Sommer bis jetzt noch nicht so richtig in Neuseeland angekommen sein soll. Heute konnten wir uns jedenfalls davon überzeugen, daß die Zeitungen ab und zu auch mal die Wahrheit schreiben. Na ja, hoffen wir mal, daß sich das bald ändert. Ansonsten ist das Fahren in Neuseeland relativ entspannt. Von Auckland mit seinen geschätzten tausend Ampeln mal abgesehen kommt man ganz gut klar. An den Linksverkehr gewöhnt man  sich recht schnell – je mehr Verkehr, desto einfacher “schwimmt” man im Strom mit.

11.01.12 Ankunft am Ende Neuseelands

Die Fahrt Richtung Norden gestaltet sich schon mal sehr abwechslungsreich – in jeder Beziehung. Die Landschaft ist mal wie in Deutschland, mal wie im Dschungel – mit vielen Farnbäumen. Das gefällt uns schon mal sehr gut. Was uns weniger gefällt, ist nach wie vor das Wetter. Unsere Regenkombis sind und bleiben unsere besten Freunde. Sie machen ihren Job zwar gut, aber bei Regen fahren macht nicht wirklich Spaß. Wenigstens kommt ab und zu mal die Sonne raus, so daß wir die vielen Kurven etwas genießen können, die die neuseeländischen Straßen zu bieten haben. Gleich am Ende des ersten Tages kommen wir sacknaß nach 140km Dauerregen in Ruakaka auf dem Zeltplatz an. Zum zelten fehlt uns aber jegliche Motivation, so daß eine kleine Hütte gemietet wird, in der wir wenigstens etwas unsere nassen Klamotten ausbreiten können. Die nächsten Tage sind schon etwas durchwachsener. Die Fahrt nach Russel, in die Bay of Islands, wird zum reinsten Kurvenspaß, der nur durch das zu frühe Aufsetzen des Seitenständers begrenzt wird ;-). Hier können wir auch die ersten Kilometer auf Gravelroads fahren, die aber gut in Schuß sind, so daß es keine Probleme gibt. Probleme gibt es aber nach ein paar Tagen mit meinem Rücken. Wir haben zwar eine gut sortierte Reiseapotheke, aber bei den Schmerzen muß was stärkeres her. Also bleibt mir der Gang zum neuseeländischen Doc nicht erspart. Nach kurzem Smaltalk mit dem Arzt schreibt der mir dann auch gleich ein paar Hammertabletten auf, die auch, Gott sei Dank, nach einem Tag anfangen zu wirken. Campen mit Hexenschuß – das geht eigentlich gar nicht. Nach einem Tag Zwangspause konnten wir dann heute weiter in Richtung Cape Reinga – natürlich wieder mal im Regen. Wenigstens hat der Wettergott bei unserer Ankunft ein Einsehen mit uns gehabt und schickt zur Begrüßung mal die Sonne raus. Also schnell das Zelt aufgebaut und eben noch in den Pazifik gesprungen. Hier sind wir wirklich so ziemlich am Ende der Welt, zumindest am nördlichen Ende Neuseelands, angekommen. Am nächsten Morgen sind wir dann etwas hastig in Richtung Cape Reinga aufgebrochen –aus zwei Gründen. Erstens sah das Wetter wieder mal be….. aus, zweitens waren hier am Wasser jede Menge Moskitos, und diese kleinen Biester haben einen nicht mal in Ruhe einen Kaffee trinken lassen. Also aufgerödelt und los zur nördlichsten Spitze Neuseelands. Dort angekommen dachten wir schon, wir bekommen gar nichts zu Gesicht – alles im Nebel. Aber wie auf Bestellung hat sich das Wetter kurzzeitig gebessert und wir konnten die Grenze zwischen Tasmanischer See und Pazifik in Augenschein nehmen. Ein schönes Fleckchen Erde, aber eigentlich ein Touri-Ausflugspunkt, an den jede Menge Busse gekarrt werden. Bloß gut, daß wir schon früh morgens da waren, da hatten wir die Aussicht fast für uns allein.

15.01.12 Ninety Mile Beach, Kauri Wälder und Gravel roads

Auf unserer Rückfahrt vom Cape Reinga Richtung Süden führt der 90 Mile Beach die komplette Westküste entlang. Es sind zwar keine 90 Meilen, sondern nur gute 100km, aber was soll´s. Das für deutsche Verhältnisse unvorstellbare ist, daß dieser Strand mit allen möglichen Kraftfahrzeugen befahren werden darf. Da fahren dann auch mal Busse entlang, um den Touris etwas Action zu bieten. Sogar im Navi wird der Strand als offizielle Straße angezeigt. Bei unserem ersten Strandkontakt hat es natürlich wieder mal geregnet –was sonst! aber da wir noch in der Nähe geblieben sind, konnte am nächsten Tag bei bestem Wetter endlich die KTM zum Strand geführt werden. Ist schon nicht schlecht, den V2 mal über den Sand zu scheuchen. Trotz dem der Sand recht fest ist, muß man doch aufpassen, daß man nicht zu sehr in die weichen Bereiche abdriftet, da braucht man dann schon besser richtige Stollenreifen. Unseren Spaß hatten wir aber nicht nur beim fahren, sondern auch dabei, den jungen Greenhorns zuzusehen, wie sie Ihre Autos im Sand eingraben. Tja, entweder man kann es, oder man läßt es! Nur gut, daß unsere Campingplatz gleich mit Waschplatz ausgerüstet ist. Denn sonst hätte das Salzwasser sicher einigen Schaden am Moped angerichtet. Aber so konnte die Salzbrühe gleich wieder abgespült werden. Auf der Fahrt Richtung Süden haben wir uns immer an der Westküste entlang geschlängelt. Die Strecken waren wunderbar kurvig und der Asphalt richtig griffig – so soll´s sein! Auf unserer Strecke sind wir immer wieder auf Kauri Wälder gestoßen. Die Kauribäume sind wahre Giganten der Wälder. Der älteste noch lebende Baum dieser Art ist schätzungsweise 2.000 Jahre alt und hat einen Durchmesser von über 4 Metern. Das sieht schon gigantisch aus, wenn so eine riesige Säule mitten im Wald vor einem emporragt. Leider wurde auch hier in Neuseeland eine riesige Holzindustrie geschaffen, die diese Giganten der Wälder bis in die 70er Jahre gnadenlos umgehauen hat. Heute versucht man durch Naturreservate die letzten Exemplare so gut wie möglich zu schützen. Weiter ging es entlang der Westküste bis kurz vor Dargaville. Hier waren auf unserer Garminkarte jede Menge Gravelroads im Hinterland verzeichnet. Die wollten wir uns dann mal bei einem Tagesausflug etwas genauer ansehen. Wie meistens bei solchen Touren fing es ganz harmlos an. Nach dem Motto “hier kannst Du locker ein bisschen offroad fahren”. Je weiter wir in die Berge kamen, desto anspruchsvoller wurde die Strecke. Aber nichts, was für die KTM nicht machbar wäre, auch zu zweit. Gina ist zwar zwischendurch mal abgestiegen, aber das war wohl mehr, um den Allerwertesten zu schonen 😉 . Dann kam es aber richtig dick. Nach 30 km offroad haben wir ein Schild mit dem Hinweis “locked gate ahead” gesehen. Ja ja, Tor wieder zu machen dachten wir, so wie immer. Aber “locked” heißt nun mal nicht geschlossen, sonder abgeschlossen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. So kamen wir dann an ein Tor, das richtig massiv und mit einem Schloß für Männer gesichert war. Was tun? Nach der Strecke wieder umdrehen? Nicht mit uns! An der linken Seite vom Tor ging gar nichts, an der rechten waren noch ca. 60-70cm Platz, vor dem Abhang. Also, Koffer links abbauen “Luft rauslassen” und gaaaanz schlank machen. Moped vorn und hinten festhalten und dran vorbeimogeln. Uff, das hat geklappt. Nach einigen Ungenauigkeiten der Karte haben wir dann auch endlich wieder den richtigen track aus dem Wald in Richtung Zivilisation gefunden. Wer aber schon mal offroad unterwegs war, kann sich denken, daß nach einem gesperrten Tor auch ein zweites kommen muß – quasi als Ein- bzw. Ausgang. Wie wir da durchgekommen sind, erzähle ich aber erst, wenn wir wieder sicher deutschen Boden erreicht haben 😉 Auf jeden Fall hatten wir einen schönen Tag mit bestem Wetter, reichlich Action, 40 km offroad und ich hatte wieder mal die beste Sozia der Welt! Was will man(n) mehr?!

19.01.12 just married down under

Jetzt wird unser Blog auch noch etwas romantisch. Nachdem Gina und ich uns fast auf den Tag genau 19 Jahre kennen, wir schon in einigen Ecken der Welt waren und dabei immer wieder festgestellt haben, daß wir ein perfektes Team sind, habe ich mir am Cape Reinga gedacht, frag Sie doch, ob Sie Dich heiraten will. Die Gegend war auch grad so schön einsam – wie geschaffen für einen Heiratsantrag. Und was soll ich sagen, Sie hat “ja” gesagt. Ganz zufällig hatte ich auch gerade ein paar Ringe dabei ;-), so daß Gina auch sieht, daß ich es ernst meine. Und wenn wir uns mal zu was entschließen, dann wird nicht lange gefackelt und noch gewartet, bis wir wieder zu hause sind. Tja und so haben wir uns dann heute in der Nähe von Auckland das Jawort gegeben. Wie sich das für Endurofahrer gehört, natürlich nicht auf irgendeinem Standesamt, sondern “offroad”. Genauer gesagt, an den Karekare Wasserfällen. Die liegen ca. 50 km südwestlich von Auckland. Hier in Neuseeland ist sowas eben kein Problem. Standesgemäß wurde natürlich mit der KTM vorgefahren, die gehört schließlich zur Familie. Ein bisschen “Baustellenvorbereitung” habe ich im Vorfeld natürlich schon betrieben. Schließlich ist Neuseeland nicht Las Vegas, wo man eben mal heiratet und einen Tag später sagt “was interessiert mich mein Geschwätz von gestern”. Zu der Standesbeamtin hatte ich im Vorfeld von Deutschland aus schon Kontakt aufgenommen und alle erforderlichen Unterlagen ausgefüllt und zugemailt. Das hielt sich aber auch ehrlich gesagt in Grenzen. Jedenfalls hat Sie bloß noch auf “Grünes Licht” von mir gewartet und dann konnte es losgehen. Nachdem wir unsere Heiratslizenz gestern in Auckland abgeholt hatten (ganz ohne Bürokratie geht es auch hier nicht), und wir am Abend noch mit Angelika, unserer Standesbeamtin, ein paar Gespräche geführt hatten, konnte es dann heute losgehen. Der Wettergott war auch voll auf unserer Seite, so daß wir bei schönstem Sonnenschein und einer phantastischen Kulisse die Heiratszeremonie durchführen konnten.

24.01.12 Coromandel, Rotorua,Taupo

Bevor wir hier weiter von unserer Reise berichten, möchten wir uns erst mal bei Euch Allen für die vielen Glückwünsche bedanken. Mit so viel Anteilnahme haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Egal ob als Kommentar hier im Blog, als email oder per Skype-Liveschaltung, Danke für die guten Wünsche! Unser Blog hat in den letzten Tagen neue Rekordwerte bei Zugriffszahlen aufgestellt. Dafür wollen wir uns auch weiterhin mit ein paar Bildern und Berichten aus NZ bedanken.

Nachdem wir uns bei unserer Standesbeamtin Angelika und ihrem Mann John mal zwei Tage so richtig verwöhnen lassen haben – schlafen in  richtigen Betten, Frühstück wie es sein muß, und abends ein gutes Restaurant – hat uns nun der Bikeralltag wieder. 😉 Von Auckland aus ging es auf die Halbinsel Coromandel an der Ostküste. Landschaftlich sehr schön, führt eine Art Ringstraße um die Insel, die wir am ersten Tag bis zur gleichnamigen Stadt gefahren sind. Besonders für Motorradfahrer ist diese Strecke ein Genuß. Vor lauter Kurven wird einem ganz schwindelig. Der Asphalt ist schön griffig, da macht das Fahren Spaß. Schade nur, daß unser Dampfer so schwer beladen ist, da mußte ich mich so manches mal bremsen oder besser gesagt bremsen lassen, wenn von hinten die Ermahnung kam. Fehler oder Unkonzentriertheit darf man sich hier aber wirklich nicht erlauben, so was wie Schutzplanken gibt´s in NZ nur ganz selten, und wenn, dann haben sie eher hinweisenden Charakter. Am nächsten Tag sind wir dann auch erst mal quer über die Insel auf Schotter weitergefahren. An sich kein Problem, aber Schotter im Serpentinenstil mit voller Beladung fordert noch mehr Aufmerksamkeit als Straße. Dafür wird man aber auch mit besonders schöner Landschaft belohnt. Wir wären gern noch einen Tag länger hier in der Gegend geblieben, aber die Kiwis kennen die schönen Strände natürlich auch und so war gerade am Wochenende hier entsprechend viel los. Am Hot Water Beach ging es zu, wie an der Copacabana zum Karneval. Also haben wir noch ein paar Kilometer drauf gelegt und sind weiter bis Rotorua gefahren – in die Gegend von heißen Quellen und Geysieren. Nachdem wir, wie meistens, auf einem Top 10 Holiday Campingplatz untergekommen sind, haben wir am nächsten Tag unsere müden Knochen in einem Schlamm- und Schwefelbad erst mal wieder auf Vordermann gebracht. Das ist sozusagen das Aushängeschild dieser Gegend. An allen Ecken dampft und brodelt es, und der Schwefelgeruch steigt einem sofort in die Nase. Die Kiwis vermarkten das natürlich entsprechend und das ganze läuft dann unter dem Namen geothermale Spa-Einrichtungen. Unser Bad hatte den passenden Namen “Hells Gate”. Als wir nach dem zweistündigen Aufenthalt wieder rauskamen, haben wir tatsächlich gerochen, wie Luzifers neueste Jünger. Aber es hat zumindest für den Augenblick richtig gut getan. Beim abendlichen Check des Mopeds habe ich dann leider festgestellt, daß am Hinterrad eine Speiche das zeitliche gesegnet hat. Dummerweise ist sie mitten im Gewinde gebrochen, so daß auch ein neuer Speichennippel her mußte. Dazu aber mehr bei unserer nächsten Station. Diese hieß dann Taupo. Am gleichnamigen See gelegen, welcher der größte Neuseelands ist, haben wir nach nur knapp 100km wieder einen Stop eingefügt. Auch hier wird noch viel Geld mit “heißer Luft” verdient, aber noch mehr steht hier der Wassersport und das Angeln im Vordergrund. Ich glaube jeder Kiwi hat als erstes Fahrzeug in seinem Leben ein Boot mit entsprechender Angelausrüstung. Wir haben uns aber lieber über den Lake Taupo  schippern lassen um uns ein paar Skulpturen der Maoris anzuschauen, die in die Felsen gemeißelt wurden. Beim Gespräch am Hafen sind wir dann auch zufällig auf´s Motorrad zu sprechen gekommen (der Mann der Ticketverkäuferin fährt auch eine 990er KTM) und so wurde uns der Tip für eine Werkstatt gegeben, in der wir unsere kaputte Speiche reparieren lassen konnten. Die Jungs dort haben sich auch sehr bemüht, das passende Material rauszusuchen und haben während unserer Bootstour für einen mehr als fairen Preis die Speiche gewechselt, inkl. Reifen ein- und ausbauen. Als wir zurück kamen war alles fix und fertig, sogar der Preis war noch geringer als vorher angekündigt. Überhaupt können wir sagen, daß die Kiwis sehr freundlich und hilfsbereit sind. Wir haben zwar bei dem einen oder anderen etwas Schwierigkeiten mit der Verständigung, da der Slang, der hier gesprochen wird, doch teilweise sehr gewöhnungsbedürftig ist, aber das macht den Leuten hier gar nichts aus, dann wird eben 2-3 mal wiederholt, bis wir es kapiert haben. Nur zu den neuseeländischen Motorradfahrern haben wir bisher noch nicht den richtigen Draht gefunden. Vielleicht liegt das daran, daß wir bisher nur auf Harleyfahrer und ähnliche Rocker gestoßen sind. Jedenfalls konnten wir nach der Reparatur auch noch den geplanten Ausflug zu den nahe gelegenen Huka Falls machen. Diese glänzen zwar nicht gerade mit großer Höhe, aber immerhin schießen 200.000 Liter pro Sekunde ganze halsbrecherische 9 m in die Tiefe. Das brodelt schon ganz ordentlich. Diese Wasserfälle sind übrigens ein Ablauf aus dem Lake Taupo, den wir morgen nun Richtung Westen verlassen werden. Unser Ziel ist der “Forgotten World Highway”. Na mal sehen, wie vergessen der wirklich ist.

28.01.12  Taupo-New Plymouth-Whanganui-Wellington

Den Tip mit dem “Forgotten World Highway” hatten wir noch von Angelika bekommen. Also haben wir diese Strecke mal als willkommene Alternative zu den normal befahrenen Highways genommen. Erst dachten wir, daß der Name ein Werbegag sei, aber als wir in Taumarunui , dem Starpunkt des Highways ankamen, staunten wir nicht schlecht, als auf allen Wegweisern tatsächlich “Forgotten World Highway” ausgeschildert war. Die Strecke führt über 150 km von TTaumarunui bis Stratford, auf für unsere Begriffe Kreisstraßen, von unterschiedlicher Qualität entlang. Teilweise ist auch mal etwas Gravelroad dabei. Eins aber ist auf der ganzen Strecke gleich, fast kein Verkehr und das ganze in sehr schöner Landschaft. Genau so wollen wir unterwegs sein. Bei der ersten Pause treffen wir einen Triumph Fahrer aus Auckland. Er kann uns eine Menge über die Gegend erzählen – natürlich erst nachdem die Vor- und Nachteile der eigenen Bikes ausgiebig diskutiert wurden. Ein paar Kilometer später treffen wir ihn noch einmal in der “Republik” Whangamomona. Ja richtig, eine eigene Republik, in der man sogar einen Stempel in den Paß bekommen kann. Ob mit Whangamomona die vergessene Welt gemeint ist, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Der Besitzer des dortigen Hotels wäre aber heilfroh, wenn er seinen Laden verkaufen und seine Koffer packen könnte. Nachdem unser Pässe gestempelt waren sind wir weiter Richtung Stratford. Die Straße wurde immer schlechter aber als Belohnung bekamen wir kurz vor Ende des Highways den Mt. Taranaki zu sehen.  Ein erloschener Vulkan von 2.518 m Höhe, der zum letzten Mal 1854 ausgebrochen ist. Unser Quartier haben wir dann nach über 300 km endlich in New Plymouth gefunden. Die Strecke war zwar nicht so lang, aber es hat doch eine Weile gedauert, da wir durch die vielen Kurven und die Schwätzerei unterwegs etwas die Zeit vertan haben. Diesen Abend blieb die Küche kalt. Noch schnell mit der KTM in die Stadt, eine Pizza hinten auf´s Moped geschnallt und zurück zum Campingplatz, wo Gina schon gewartet hat. Die Gegend, in der der  Mt. Taranaki steht, ist ein Nationalpark. den haben wir am nächsten Tag erst mal etwas erkundet. Hier müßte man jetzt die richtige Ausrüstung dabei haben – da könnte man tagelang wandern. In den Bikerklamotten waren leider nur kurze Ausflüge drin, aber auch die haben uns eine tolle Landschaft mit noch interessanterer Flora gezeigt. Von nun an ging es weiter Richtung Süden über Whanganui nach Wellington. Im Ralleysport würde man hier von einer Verbindungsetappe sprechen. Nachdem wir anfangs noch auf einer etwas weniger befahrenen Küstenstraße unterwegs waren, ging es irgendwann auf den Highway 3. Eine recht langweilige Strecke ohne Kurven oder landschaftliche Reize. Das Einzige, was hier für “Abwechslung” sorgte, war der ständige Seitenwind. Eigentlich haben wir bis jetzt nur sehr wenige Tage hier erlebt, an denen nicht “der Fuchs pfeift”, aber auf dieser Strecke war es doch recht heftig, vor allem böig. Unser Reisedampfer liegt mit seiner knappen halben Tonne Kampfgewicht allerdings gut im Wind, so daß uns das nicht aus der Ruhe bringt. Gina ist jedoch recht froh, daß Sie nicht selber fahren braucht. Hatten wir doch anfangs noch darüber nachgedacht, ein Moped für Sie in Auckland zu kaufen, ist das der Hauptgrund, warum wir diese Idee verworfen haben. Nach zwei Tagen Fahrt sind wir dann in  Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, angekommen. Hier wollten wir eigentlich einen Tag sightseeing machen, da wir eine “verträumte” Kleinstadt erwartet hatten. Unsere Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen. Ganz Wellington ist von vielen Vororten umgeben, die mehr oder weniger an Industriegebiete erinnern. Schon bei der Zeltplatzsuche ging uns das auf die Nerven. Auch ein Abstecher in die City konnte unsere Laune nicht bessern, so daß wir beschlossen, schon am nächsten Tag auf die Südinsel überzusetzen. Davon dann mehr beim nächsten Mal.

01.02.12 Wellington-Blenheim-Hanmer Springs

Die Fähre von Wellington nach Picton, der Hafenstadt auf der Südinsel, verkehrt mehrmals täglich und wird von zwei Fährgesellschaften betrieben. Wir hatten also die Wahl, wann wir übersetzen wollten. Da uns keiner hetzt, haben wir die zweite Fähre am Vormittag genommen. Die Überfahrt war recht kurzweilig. Erst haben wir ein paar Biker aus Süddeutschland getroffen, die auf geliehenen Mopeds unterwegs waren, dann haben wir uns mit einem Ehepaar aus der Nähe von Christchurch über Gott und die Welt unterhalten. Ist schon interessant, was man von den Leuten erfährt, wenn man erst mal ins Gespräch kommt. Selbst hier, am Ende der Welt wird sich dafür interessiert, was in Europa, speziell in Deutschland so passiert.  In Picton angekommen, hatten wir schnell die örtlichen Zeltplätze abgecheckt, allerdings hat uns keiner so richtig gefallen. Da es noch recht früh war, hieß unsere nächste Station Blenheim, ca. 30 km weiter südlich. Hier war der Campground ganz ordentlich und wir beschlossen, die nächsten beiden Tage hier zu verbringen. Da wir auf unserem Weg Richtung Süden möglichst auf viel befahrene Straßen verzichten wollten, haben wir uns für die Weiterfahrt auf der Molesworth Road entschieden. Diesen Tip hatten wir noch von dem Triumph Fahrer aus Auckland bekommen, den wir vor ein paar Tagen getroffen hatten. Die Strecke von Blenheim nach Hanmar Springs ist gut 200 km lang, von denen der größte Teil durch pure Natur oder Farmland geht. Nach 20 km ging´s dann auch runter vom Highway und rauf auf die Molesworth Strecke. Nach weitern 30 km war Schluß mit Asphalt, von nun an war Gravelroad angesagt. Die Strecke ließ sich auch ganz gut fahren, ab und zu ein bisschen Wellblech und die Autos, die einem entgegenkamen, konnte man an einer Hand abzählen. Alles ging soweit gut, bis uns in einer Linkskurve plötzlich ein Campervan auf unserer Seite entgegen kam. Da der Bursche nicht gerade langsam unterwegs war, blieb mir nur die Wahl, ins Bankett auszuweichen. Das ausgerechnet an dieser Stelle Ausspülungen von ca. 40-50 cm Tiefe waren, war schon etwas Pech. So lag die ganze Fuhre ruck zuck auf der Seite. F….!!! Da wir nicht schnell waren, ist Gott sei Dank keinem von uns was passiert, nur der rechte Seitenkoffer hat uns die Aktion recht übel genommen. Von einer Quaderform war nach dem touchdown nicht mehr viel zu erkennen. Na ja, bei der Beladung kann man ihm das auch nicht mal übel nehmen. Einem Pferd hätte man wohl jetzt den Gnadenschuß gegeben, aber wir müssen die nächsten sieben Wochen noch was zum einpacken haben. Doch selbst in dieser Situation hatten wir wieder mal Glück im Unglück. Ein paar Kilometer weiter war die Molesworth Station, bei der die gleichnamige Farm beginnt. Der Farmer zeigte sich als echter Kumpel. Sein Englisch war zwar echt schwer zu verstehen, aber was uns fehlte, war auch ohne Sprache eindeutig zu erkennen. Jede Menge Werkzeug, und davon hatte er reichlich. Schließlich waren wir zufällig auf der größten Rinderfarm Neuseelands gelandet. Mit über 180.000 ha ein nicht gerade kleines Anwesen. Über die Hilfsbereitschaft der Neuseeländer können wir gar nicht genug des Lobes sagen. Wir haben zwar schon einige Leute unterwegs getroffen, die uns alle freundlich entgegen getreten sind, aber das heute war sicherlich die Krönung. Nicht nur, daß uns Hammer, Bohrmaschine, Nieten und Silikon überlassen wurde, natürlich gab´s auch Kaffee dazu. Da der Farmer mittendrin dringend weg mußte, hat er uns seine Werkstatt allein überlassen. Nach dem Motto: “Wenn ihr was braucht, bedient euch einfach!” Wir sind uns nicht so wirklich sicher, ob das in Deutschland auch so gelaufen wäre. Nach zwei Stunden hämmern und dengeln war der Koffer wenigstens wieder als solcher zu erkennen. Trotz allem Werkzeug war aber einfach keine völlige Wiederherstellung möglich, dafür war der Einschlag zu heftig. Seine Wasserdichtigkeit hat er jedenfalls für immer verloren. Dafür muß jetzt eine Rolle Tape herhalten, die wir schon auf drei Kontinenten mit dabei hatten. Mal sehen, wie sich das die nächsten Tage so macht. Zur Weiterfahrt hatten wir jedenfalls keine Lust mehr und so haben wir unser Zelt an dem nahegelegen DOC Campingplatz aufgestellt. Darunter muß man sich eine Wiese mit einem Wasserhahn und einem Dixiklo vorstellen. Der Ranger kommt irgendwann vorbei und kassiert 6$ von jedem. Wofür, wissen wir auch nicht so genau, aber wenigstens hat er Gina noch ein kühles Bier in die Hand gedrückt – das konnte sie nach der Aufregung heute auch gebrauchen! Am nächsten Tag haben wir dann die restlichen 80km Gravelroad bis Hanmer Springs abgespult. Die Landschaft war wieder mal großartig das Wetter hat auch mitgespielt, was will man mehr!? Als wir endlich wieder Asphalt unter den Reifen hatten, waren wir schon ganz froh. Nach 180km Schotter, von denen die letzten 10km über den Jolliepaß führten, hatten wir für´s erste erst mal genug. Morgen geht es wieder an die Küste nach Kaikoura. Dort soll man gut Wale beobachten können. Vielleicht haben wir ja diesmal Glück, nachdem sich die Kiwis schon nicht gezeigt haben.

08.02.12 Hanmer Springs-Kaikoura-Christchurch-Lake Tekapo

Die Fahrt von Hanmer nach Kaikoura verlief, bis auf ein bisschen Benzinroulette, recht unspektakulär. Das Zelt mußten wir bei einsetzendem Regen abbauen, der sich aber, Gott sei Dank, recht schnell wieder beruhigte. Mit dem letzten Tropfen Sprit sind wir dann in Kaikoura angekommen. Diese Stadt lebt quasi von Whalewatching, Robben und Delphinen. So haben wir dann auch gleich noch für den nächsten Tag eine Tour zu den Walen gebucht. Das ganze läuft richtig professionell ab. Unsere Gruppe von ca. 50 Mann wurde dann mit dem Bus abgeholt und zum Boot gebracht – ein Katamaran. Das Teil sah auch schon ganz schnittig aus. Bei der Einweisung durch die Crew wurde was von Seekrankheit gefaselt und daß man sich ruhig melden sollte, wenn es einem schlecht ginge…, ja, ja ist doch bloß ´ne Bootsfahrt, wann geht´s endlich loß? Kaum hatten alle Platz genommen ging´s auch schon mit ca. 40-50 Sachen übers Wasser. So ein Katamaran hat die schlechte Angewohnheit vorn recht gut hoch und runter zu hüpfen. Bei Wellen von 1-2 m macht sich das ganz ordentlich bemerkbar. Was soll ich sagen, ca. die Hälfte der Fahrgäste hat sich ihr Frühstück noch mal durch den Kopf gehen lassen. Ich muß mich leider auch dazu zählen.Gina, als alte Seemannstochter, hat das bisschen Schaukelei natürlich locker weggesteckt 😉 Aber das muß wohl der Preis dafür sein, wenn man so ein gigantisches Tier sehen will. Nach einigen Wendemanövern hat der Kapitän dann auch die Stelle gefunden, an der ein Wal aufgetaucht ist. Einfach gigantisch, so was mal in freier Wildbahn live zu erleben. Nach ein paar  Minuten hat sich der Koloß dann zum Tauchgang bereit gemacht und sich sogar mit seiner imposanten Schwanzflosse von uns verabschiedet. Ich glaube, die meisten Fahrgäste waren trotzdem froh, nach ca. 2 Stunden Fahrt wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Der Kotztütenabnehmer (kein Witz) hatte jedenfalls ordentlich zu tun. Da Kaikoura sonst nicht wirklich viel zu bieten hat, sind wir am nächsten Tag weiter Richtung Christchurch gefahren, wo wir uns bei Carmen und Carsten angemeldet hatten. Die beiden kannten wir bis jetzt nur aus dem LC8-Forum bzw. via email. Aber die Chemie stimmte, so daß wir uns dort 3 Tage verwöhnen ließen. Mal wieder in richtigen Betten schlafen, kein Zelt aufbauen müssen usw. so kann Reisen Spaß machen. Ein Rundgang durch Christchurch stand natürlich auch auf dem Programm. Die Stadt ist von den vergangenen Erdbeben wirklich stark getroffen. Einige Stadtteile sind total abgesperrt und werden wohl dem Erdboden gleich gemacht. Wer in der Nähe ein Geschäft hat, hat die Gegend – wenn irgend möglich – verlassen, vielen ist das aber nicht möglich, so daß teilweise in Containern weiterverkauft wird. Wir können nur hoffen, daß die Gegend von weiteren Beben verschont bleibt und die Leute hier einem geregelten Leben nachgehen können. Am letzten Tag haben wir noch eine gemeinsame Motorradtour mit Carmen und Carsten über die Halbinsel Banks Peninsula gemacht. Vor lauter Kurven fahren ist uns ganz schwindelig geworden. 😉 Allerdings ist diese Gegend im Südwesten von Christchurch auch der einzige Fleck, wo man mit dem Moped richtig Spaß haben kann. Der Rest ist ziemlich flach und unspektakulär. Nachdem wir es uns drei Tage gut gehen lassen haben, wollten wir die Gastfreundschaft von Carmen und Carsten nicht überstrapazieren und sind weiter ins Landesinnere gefahren. Eigentlich wollten wir schon in Fairlie Station machen, aber nachdem wir vom dortigen Zeltplatzbetreiber sooo herzlich empfangen wurden, sind wir noch bis zum Lake Tekapo weiter gefahren. Eine weise Entscheidung, wie sich rausstellte. Der See beeindruckt mit einem Panorama und Farbenspiel, daß man sich gar nicht dran sattsehen kann. So beschlossen wir denn auch, noch einen Tag länger dort zu bleiben und bei bestem Wetter den nahegelegenen Mt. John per pedes zu erkunden. Von dort hat man eine grandiose Aussicht auf den See und die umliegenden Berge. Beim Abstieg vom Berg haben wir allerdings die Sonne etwas unterschätzt, so daß wir uns etwas den Pelz verbrannt haben. Aber das Panorama war es allemal wert. Der nächste Anlaufpunkt ist dann der Mt. Cook – der höchste Berg Neuseelands. Dort soll das Panorama angeblich noch schöner sein. Ob das stimmt, erfahrt ihr dann beim nächsten Bericht.

13.02.12 Lake Tekapo-Mt. Cook-Queenstown-Te Anau

Die paar Kilometer bis zum Mt. Cook waren recht schnell vergessen. Unterwegs haben wir noch zwei Oldies auf ihren Oldies getroffen. Die beiden kamen aus Christchurch und waren auf ihren Mopeds Bj. 1952 und 1957 unterwegs. Darauf konnte ich nur entgegnen, daß ich mir nicht sicher wäre, ob unsere KTM mit 60 Jahren auf dem Buckel auch noch so durch die Gegend fährt. Auf jeden Fall war die Unterhaltung mit den Beiden recht interessant, einer fuhr sogar mal ´ne ETS250, die er in Großbritannien gekauft hat. Da kamen natürlich Erinnerungen hoch und es wurden gleich mal ein paar Geschichten über “Honni´s Zonenfeile” ausgetauscht. Der Mt. Cook wollte uns leider die letzten paar hundert von seinen insgesamt 3.754m nicht zeigen. Wir haben dann eine Nacht gewartet, um am nächsten Tag den geplanten Heliflug zu machen, aber da sah es auch nicht viel besser aus. So muß der Berg eben auf unseren Besuch verzichten. Vielleicht klappt es ja auf dem Rückweg über die Westküste noch mal. Der Aufbruch am nächsten Morgen verlief übrigens ähnlich wie am Cape Reinga. Vor lauter Sandflies haben wir beim Packen sogar schon die Sturmhaube von den Mopedklamotten übergezogen. Diese Biester können einem aber auch gewaltig auf den Zeiger gehen. Auf Queenstown waren wir schon mächtig gespannt. Die Reiseberichte von anderen Reisenden waren nicht immer so vielversprechend. Unsere Zeltplatzsuche verlief dann auch alles andere als erfolgreich. Mitten in der Stadt, knallvoll mit Campervans und zu einem horrenden Preis – das war nun gar nichts für uns. Also sind wir noch 5km weiter gefahren und haben ein ruhigeres Plätzchen gefunden. Das hat nur den Nachteil, daß man immer mit dem Moped in die Stadt muß. Ansonsten hat uns Queenstown sehr gut gefallen. Eine schön gemachte Stadt vor einem faszinierenden Panorama. Natürlich kann man, wie überall beschrieben, jede Menge Geld für Action ausgeben. Von Jetboot fahren über Bungeejumping oder Paragliding, da ist alles dabei. Natürlich lassen sich die Anbieter diesen Spaß fürstlich vergüten. Aber man muß ja nicht alles mitmachen. Die Stadt selber hat einen tollen Park und vom nahe gelegenen Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick über die Stadt und den Lake Wakatipu. Nach zwei Tagen sind wir dann weiter nach Te Anau gefahren. Das sollte unser Ausgangspunkt für einen Besuch des Milford Sounds werden. Leider war die Wettervorhersage nicht ganz so toll, so daß wir den ersten Tag lieber vor Ort geblieben sind als die 120km evtl. im Regen nach Milford zu fahren. Wie sich hinterher herausgestellt hat, war es die falsche Entscheidung. Das Wetter wurde immer besser, man hätte ruhig fahren können. Aber so ist das nun mal hier in NZ mit dem Wetter – es ist immer alles möglich! So werden wir morgen einen neuen Versuch unternehmen, diesmal aber mit dem ganzen Gepäck.

16.02.12 Te Anau-Milford Sound-Invercargill

Der nächste Morgen sah noch schlechter aus, als der davor, zumal es in der Nacht noch geregnet hatte. Aber wir haben mal auf das Gesetz der Serie gehofft, haben unser Zeug zusammengepackt und sind in Richtung Milford aufgebrochen. Mit jedem Kilometer, den wir weiter voran kamen, wurde das Wetter besser, sogar die Sonne ließ sich irgendwann blicken. Also, alles richtig gemacht!Die Strecke wurde ungefähr nach der Hälfte der insgesamt 120 km richtig kurvig und landschaftlich immer schöner. Wir haben uns Zeit gelassen, so daß wir erst gegen Mittag dort waren. Da war dann noch genug Zeit das Zelt aufzubauen und die letzte Fähre durch den Fjord für diesen Tag zu buchen. Die Fahrt durch den Milford Sound war wirklich sehr schön, allerdings waren wir uns beide einig, daß etwas zu viel Wirbel darum gemacht wird. Es ist eben ein Fjord, nicht mehr und nicht weniger. Jeder,  der schon mal in Norwegen war, kennt das, und dort werden nicht ganze Busladungen voll Touristen zu den Fjorden gefahren, nur um dann mit ´nem Schiff einmal ringsrum zu fahren. Hier werden dafür die Touris sogar mit Flugzeugen und Helikoptern massenweise durch die Gegend geflogen. Jedenfalls hat der Aha-Effekt für unseren Geschmack gefehlt. Am nächsten Morgen sind wir recht früh aufgebrochen. Einmal, um die 300 km nach Invercargill gut zu schaffen, aber vor allem wollten wir den Sandflies nicht die Chance geben, wieder richtig aktiv zu werden. Diese kleinen Mistviecher hatten uns am Abend zuvor ganz schön genervt. Trotz Moskitospray beißen diese kleinen Biester, was das Zeug hält. Ich glaube, die nehmen dieses Spray noch als Doping. Die “ruhige Nacht”, die wir uns auf dem Zeltplatz am Milford Sound erhofft hatten, war auch alles andere als ruhig. Der letzte Campervan kam gegen Mitternacht auf den Platz. Ich glaube, ich muß dem Lonley Planet Reiseführer mal ein paar aktuelle Informationen zukommen lassen. 😉 Die Fahrt nach Invercargill ist zwar als Scenic Route ausgeschildert, aber bis auf eine alte Hängebrücke, die angeblich die längste Neuseelands sein soll, haben wir keine besonderen landschaftlichen Höhepunkte festgestellt. Allerdings sind die Nebenstrecken immer noch besser als die State Highways zu fahren. Invercargill ist quasi der “Vorposten” zum südlichsten Punkt Neuseelands, jedenfalls des südlichsten, der von den meisten Touris mit einem Fahrzeug angefahren wird. Ein paar Kilometer weiter südlich liegt das kleine Örtchen Bluff. Hier beginnt der Highway 1 und es gibt wieder den offiziellen Wegweiser in alle Himmelsrichtungen. Bis zum Südpol sind es von hier aus nur noch schlappe 4.800 km. Das haben wir in den letzten Tagen auch beim Wetter mitbekommen. Manchmal war auch tagsüber die Regenjacke gefragt, allerdings nicht wegen Regen, sondern wegen der eher mäßigen Temperaturen in Verbindung mit einer steifen Brise. Das Beste an Invercargill ist allerdings die direkte Zufahrt zum Sonnenuntergang. Mit dem Bike direkt an den Oretistrand und der Sonne zusehen, wie sie im Meer versinkt – das hat schon was! Auf unserer weiteren Fahrt entlang der Südküste, den sogenannten Catlines, mußten wir natürlich noch am geografisch südlichsten Punkt vorbeischauen, unserem “Point of Return” sozusagen. Dafür mußten ein paar Kilometer Gravelroad und ein kurzer Fußmarsch absolviert werden. Bei der Gelegenheit haben wir auch noch schnell einen Geocache geloggt – weiter südlich werden wir so schnell wohl nicht wieder kommen. Nach bisher knapp 6.000km war bei               S 46°40´40´´ und E 169°00´11´´  endgültig Schluß! An dieser Küste ist neben der rauhen Landschaft Neuseelands auch einiges an Tieren zu sehen. So haben wir hier das erste Mal Seelöwen in freier Wildbahn gesehen. Von den angekündigten Pinguinen war leider nichts zu sehen – wer weiß, wo sich die Burschen gerade wieder rumgetrieben haben. 🙂 Unser nächstes Ziel heißt jetzt Dunedin an der Ostküste. Dort soll die angeblich steilste Straße der Welt sein. Mal sehen, ob wir die schaffen!

21.02.12 Invercargill-Dunedin-Wanaka-Haast

Die steilste Straße der Welt haben wir geschafft – für unsere KTM natürlich kein Problem 😉 Dafür schafft uns so langsam das Wetter! Aber der Reihe nach. In Dunedin sind wir wieder mal auf einem Top 10 Campingplatz abgestiegen. Der hatte, zumindest noch am ersten Abend, eine tolle Aussicht auf die Stadt. Draußen sitzen, bei Kerzenlicht und über die unwichtigen Dinge des Lebens philosophieren – sehr schön! In der nächsten Nacht fing es dann an mit regnen, den ganzen darauffolgenden Tag auch und die ganze nächste Nacht immer noch. Da kann dann schon irgendwann Frust aufkommen. So viel kann man gar nicht im Netz surfen, um die Zeit tot zu schlagen. Bloß gut, daß der Campingplatz einigermaßen ausgerüstet war und wir nicht im Zelt rumsitzen mußten. Was so ein Mistwetter meistens mit sich bringt, sind auch niedrige Temperaturen – ideal geeignet um sich ’ne Erkältung aufzusacken. Das habe ich dann auch gleich mal getan 😦  Tja, die wilden Jahre, wo man mit freiem Oberkörper durch den Schnee stiefeln konnte sind anscheinend vorbei. 🙂 Irgendwann kam dann auch endlich wieder mal die Sonne raus und wir konnten unsere Tour in die Umgebung von  Dunedin starten. Die erste Fahrt ging an´s Ende der Halbinsel. Dort sollen angeblich Albatrosse und Pinguine zu sehen sein. Na ja, wenn man durch die Unmengen von Möwen durgeschaut hat, konnte man auch endlich mal ein paar Albatrosse vorbeisegeln sehen. Das sind schon recht imposante Vögel mit einer ordentlichen Spannweite. An die Nistplätze hat man die Touris sicherheitshalber nicht rangelassen. Einerseits okay, aber wir hätten sie natürlich gern auch mal aus nächster Nähe gesehen. Zurück in der Stadt war die Fahrt zur Baldwin Street angesagt. Mal sehen, wie steil diese Straße nun wirklich ist. Mit maximal 35% ist sie wirklich schon ganz schön steil. Gina ist auch vorsichtshalber erst mal abgestiegen. Sie wollte zwar angeblich nur die Fotos machen, aber ich glaube sie hatte ein bisschen Schiß. 🙂 Also, 1. Gang rein und los, und eh man sich versieht ist man schon oben angelangt. Man muß viel mehr darauf aufpassen, nicht einen der Fußgänger zu erwischen die ständig versuchen, in neuer die Rekordzeit die Straße hochzulaufen. In der Stadt haben wir dann noch ein Fahrradfahrerpärchen aus Deutschland getroffen, die uns einen Tip für die Innenstadt gaben. Dort fand gerade ein Wettkampf im Dudelsackspielen statt. Man, wir haben noch nie so viele Säcke, äh Dudelsäcke, auf einem Haufen gesehen. Das war schon ganz nett anzuhören. Dunedin soll wohl auch eine der schottischsten Städte außerhalb Schottlands sein. Na ja, da wir noch nicht in Schottland waren, können wir das leider nicht beurteilen. Vielleicht ist das aber der Grund für das schlechte Wetter. Dort soll´s ja auch immer regnen. Von Dunedin ging unsere Fahrt weiter in Richtung Westküste, diesmal wieder etwas offroad. Von mehreren Leuten hatten wir schon etwas über die “Old Dunstan Road” gehört. Ein alter Track durch die Berge, der zu Zeiten des Goldrausches entstanden ist. Da waren wir natürlich gespannt, was uns auf den knapp 100 km Gravelroad erwartet. Die ersten 10-15 km waren eher “ernüchternd”. Ja, Gravelroad eben, und die Landschaft war auch nicht so prall. Dazu kam dann noch, daß ein Gräderfahrer  auf ca. 3-4 km Länge versuchte, die Straße auszubessern. Ich glaube, der Azubi war diesmal am arbeiten und was dabei rauskam, ließ uns eher an einen gepflügten Acker denken, als an eine Gravelroad. Die Begeisterung meiner Sozia über das daraus resultierende Schlingern will ich hier mal nicht wiedergeben. Ab jetzt hieße das ja “Ehestreit”. 😉 Danach wurde es aber landschaftlich immer schöner. Man wußte gar nicht, in welche Richtung man zuerst fotografieren sollte.  Dazu hatten wir auch noch traumhaftes Wetter. Kaum zu glauben, daß es vor zwei Tagen noch elend kalt und naß war. Also, alles richtig gemacht! Auf dem Track lagen sogar noch ein paar Caches versteckt, so daß auch noch ein weiteres Hobby nicht zu kurz kam. Zu guter letzt haben wir dann auch noch Gold gefunden, nur leider waren die Nuggets zu groß, als daß wir sie hätten mitnehmen können. Der Ausklang des Tages wurde dann doch noch ein bisschen gedämpft. Bei der Zeltplatzsuche  wurde unser guter Geschmack wieder mal auf eine harte Probe gestellt. Der erste Versuch in Alexandra war eine volle Luftnummer, da lohnte es sich nicht mal, den Motor auszustellen. Also weiter nach Cromwell, dort sollte wieder ein Top 10 Platz sein. Dieser Platz erinnerte uns aber eher an den Film “Mad Max und das Ende der Donnerkuppel”, aber nicht, weil wir Tina Turner sahen, sondern weil es dort auch irgendwie nach Endzeitstimmung aussah. Also wieder aufgestiegen und noch mal 60 km weiter nach Wanaka. Die Stadt machte schon mal einen sehr schönen Eindruck, hoffentlich hatte der Campingplatz davon was abbekommen. Aber trotz Top 10, auch hier war der Platz nicht gerade ein Highlight. Aber inzwischen war es schon reichlich spät, so daß wir wohl oder übel unser Zelt aufschlagen mußten. Mal sehen wie es nach einer Nacht schlafen aussehen würde.

23.02.12 Wanaka-Haast-Franz Josef

Auch am nächsten Tag sah der Zeltplatz in Wanaka nicht wirklich besser aus. Auch der Himmel kündigte schon mit ein paar Tropfen an, daß wir heute noch den A…. voll kriegen würden. Also erst mal alles zusammenpacken, damit wenigstens noch alles trocken in die Packrollen kommt. Da die winzige Küche auf dem Platz nicht gerade der Burner war und auch noch total überfüllt, haben wir uns ein Frühstück in der Stadt gegönnt – mit Blick auf den Lake Wanaka. Wenigstens was! Dann ging es auf in Richtung Haast. Über den gleichnamigen Paß (zwar nur gut 500 m hoch) fuhren wir der Westküste entgegen. Ich sollte wohl besser schreiben, der Wetcoast – denn nach der Hälfte der Strecke ging der Regen los. Hunderte von tollen Kurven und die Straße patschnaß! Da nützt der beste Reifen nichts, da hilft nur Speed weg und äußerste Vorsicht. In Haast angekommen hatten wir erst mal die Nase voll. Der Campground hatte schöne Cabins zu bieten – an Zelten war bei dem Wetter nicht zu denken. Bei dem Preis, der uns dafür genannt wurde, brauchten wir zwar erst mal einen Kaffee lang Bedenkzeit im Ort, aber die Alternativen waren nicht wirklich vorhanden. Also haben wir mal wieder in richtigen Betten schlafen können und auch eine Dusche für sich allein zu haben ist nicht ganz verkehrt. Am Abend kamen dann noch ein paar Harley Fahrer ins Nachbarzimmer, die auch einigermaßen redselig waren. Es wurden natürlich erst mal Mopedinfos ausgetauscht. Bei der Antwort auf ihre Frage nach Kilometerleistung und bisherigen Defekten unserer KTM sind wir, glaube ich, in Ihrer Wertschätzung ein paar Punkte emporgestiegen. Dafür sahen Ihre Mopeds aber wesentlich gepflegter aus. 🙂 Am nächsten Morgen sah der Himmel auch nicht gerade einladend aus, aber es war wenigstens trocken. Von jetzt an ging es mehr oder weniger dicht an der Küste entlang. Man denkt aber, man fährt durch den Regenwald. Die Vegetation an der Westcoast ist schon toll – ist aber auch kein Wunder bei dem Niederschlag, der hier fällt. Im Jahr sind es so ca. 2-3 m Regen, die hier fallen. Da ist es eigentlich schon Glückssache, wenn man mal ein paar trockene Momente erwischt. Bei uns ging nach ein paar Kilometern auch gleich wieder der Wechsel zu den Regenklamotten los. Gina hat immer ein gutes Gefühl dafür, wann es Zeit wird, die “Kondome” überzuziehen. Bevor wir dann weiter sind, haben wir uns noch an einem der vielen Strandabschnitte „verewigt“. Irgendwann wird wohl mal jemand damit angefangen haben, eine Nachricht auf einen Stein zu schreiben. Inzwischen liegen an diesem Stand hunderte von Steinen mit mehr oder weniger sinnvollen Texten rum. Jedenfalls konnten auch wir nicht wiederstehen.Bis zum Fox-Gletscher sind wir die Regenkombis auch nicht wieder los geworden. Dann muß der liebe Gott aber ein Einsehen mit uns gehabt haben und hat für zwei Stunden mal den Hahn zugedreht. Genau in  dieser Zeit konnten wir zum Gletscher und zurück laufen und hatten wenigstens dieses Naturschauspiel im Trockenen. Der restliche Weg bis Franz Josef war dann natürlich wieder Regenfahrt angesagt. Hier wurde es dann schon etwas komplizierter mit der Suche nach einer Unterkunft. Bei dem Wetter wollten wohl noch ein paar andere Touris ein festes Dach über dem Kopf haben. Nach vier erfolglosen Anfragen haben wir dann doch noch ein Motel aufgetan, das ein  Zimmer frei hatte. Bei dem Preis dafür ist uns aber fast die Luft weg geblieben. Na ja, wenigstens war der Kaffee umsonst und ein paar MB freies Internet konnten wir dem Manager auch noch aus dem Kreuz leiern. Weniger schön ist, daß wir heute, 24h später, immer noch hier sind. Der Regen hat bis jetzt nicht aufgehört und laut Wetterbericht soll es auch erst in zwei Tagen besser werden. Aber der neuseeländische Wetterbericht ist genau so zuverlässig, wie der deutsche. Hier kann man erst das glauben, was man morgens draußen sieht. Das Einzige, was man an so einem verregneten Tag hier machen kann, ist sich im 40 Grad heißen Spa Pool aufwärmen. Das tat unseren müden Knochen und auch meiner Erkältung ganz gut. Also, schaun wir mal, wie es an der Wetcoast weitergeht…

28.02.12 Franz Josef-Greymouth-Hanmer Springs-Nelson

Ein “must have seen” der Westküste sind mit Sicherheit die Pancakerocks bei Punakaiki. Dabei handelt es sich um Felsformationen, die wie aufeinandergeschichtete Pfannkuchen aussehen. Um diese Pfannkuchen zu sehen, sind wir von Franz Josef erst mal weiter bis Greymouth gefahren. Auf dem eigentlich ganz schönen Campingplatz direkt am Meer haben wir allerdings auch lieber eine Cabin genommen. Die Temperaturen waren nicht weit vom einstelligen Bereich entfernt – da war uns ein Dach über dem Kopf dann doch lieber. Daß wir die richtige Entscheidung getroffen hatten, sollte sich in der Nacht rausstellen. Da ging so ein Unwetter runter, wie wir es in den ganzen letzten Wochen nicht erlebt haben. Am nächsten Morgen sah es  dann gar nicht soo schlecht aus (zumindest bei uns im Zimmer) . Also auf zu den “Pfannkuchen”. Gut 40km nördlich von Greymouth kann man diese Felsen besichtigen. Alles ist sehr touristenfreundlich ausgebaut, nicht mal Eintritt muß man bezahlen. Zwischen den Felsen bläßt aus den sogenannten “Blowholes” bei Flut auch noch Wasser an die Oberfläche. Alles sehr schön anzusehen. Bei blauem Himmel kommt das Ganze sicher noch einmal besser. Aber wir woll´n mal nicht meckern, wir konnten zumindest unseren Rundgang im Trockenen machen und haben die Regenkombis erst auf der Rückfahrt rausholen müssen. 🙂 Von der Westküste hatten wir nun aber endgültig genug. Nicht nur, daß wir fünf Tage Mistwetter hatten, dadurch waren wir auch gezwungen, in die teureren Cabins bzw. Motels auszuweichen. Das hat dann gleich mal mit 400-500$ extra zu Buche geschlagen.  😦  Also, rüber an die Ost- bzw. Nordküste in der Hoffnung, daß dort das Wetter etwas besser ist. Eigentlich wollten wir dazu den Arthurspaß fahren, da dieser Weg der angeblich schönere sein soll, aber in  Anbetracht der Wetterlage haben wir uns entschieden, über den Lewispaß auf kürzestem Weg nach Hanmer Springs zu fahren. Diesen Ort kannten wir ja schon von der Herfahrt. Von dort aus sollte es dann noch mal offroad über die sogenannte “Rainbowroad” in Richtung Nelson gehen. Dazu waren 100 km Gravelroad zwischen Hanmer und St.Arnaud zu bewältigen. Den Regenbogen haben wir dabei zwar nicht gesehen, aber immerhin eine einigermaßen schöne Landschaft. Wobei man aber sagen muß, daß diese in keiner Weise mit der Dunstan Road mithalten kann. Außerdem war die Strecke zum größten Teil fieses Wellblech, was höchstens mit einem leichten Einzylinder Spaß bereiten kann, nicht aber mit unserer voll beladenen LC8. So waren denn meistens nur Geschwindigkeiten zwischen 30 und 50km/h drin. Mehr habe ich mir echt nicht getraut, da auch gern mal ein Schlagloch unverhofft auftaucht, was dann nicht so gut kommt. Neben ein paar kleineren und zwei etwas größeren Wasserdurchfahrten gab´s aber keine größeren Herausforderungen, so daß wir nach ca. 4-5  Stunden gut durchgeschüttelt in der Nähe von St. Arnaud angekommen sind. Bei den Bächen waren wir jedenfalls froh, daß unsere Stiefel wasserdicht sind, mußten wir doch einmal erst zu Fuß durchwaten, um zu sehen, wie der Untergrund beschaffen ist. Der letzte Teil der Piste ist auch noch mautpflichtig, da er über Privatland führt. So mußten wir dann zum Schluß auch noch 15 $ für den Spaß abdrücken. In Nelson hat uns der Wettergott auch nicht gerade verwöhnt. Die Temperaturen sind von der 20°  Wohlfühlgrenze gefühlte Lichtjahre entfernt, es ist trist und grau und der Regen grüßt auch immer wieder mal. Die Aussichten versprechen auch nicht viel Besserung für die nächsten Tage, so daß wir morgen die Südinsel verlassen und uns weiter an der Ostküste Richtung Auckland emporschlängeln werden. Für dieses Mistwetter hätten wir nun wirklich keine 18.000 km weit fliegen brauchen, das gibt´s in Deutschland gratis! Aber wie heißt es so schön “Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen!”

05.03.12 Nelson-Martinborough-Carterton-Napier-Gisborn-Ohope Beach

Bevor wir die Südinsel verlassen, haben wir noch gut 100 km bis zur Hafenstadt Picton zu fahren. Auf dem Navi geht´s dazu eigentlich immer auf dem Highway 6 entlang – keine aufregende Strecke. Wenn man aber etwas weiter rein zoomt, kommt auf halber Strecke eine Abkürzung zum Vorschein, der sogenannte “Queen Charlotte Drive”. Die Strecke sah auf dem Display schon aus, als wenn man in einen Topf voll Spaghetti’s schaut. In Wirklichkeit war´s noch viel besser. 🙂 Immer an der Küste entlang ging´s nur links-rechts-links…eine Kurve nach der anderen. Gina war etwas weniger amused von der Queen´s Drive. 😉 – kann ich gar nicht nachvollziehen. In Picton ging alles ohne Probleme weiter. Tickets kaufen, auf die Fähre warten, übersetzen. Am Hafen konnten wir noch etwas Smalltalk mit einem Goldwing- und einem Harleyfahrer halten, die hinter uns auf die Fähre warteten. In Wellington angekommen, mußten wir uns erst mal durch den Feierabendverkehr schlängeln. Mit vollem Gepäck mußten wir uns meistens genauso hinten anstellen, wie die Autos. Durchmogeln war nur bedingt möglich. Wir sind dann noch bis Martinborough gefahren, wo wir sicherheitshalber eine Cabin auf dem Zeltplatz genommen haben, denn der Himmel versprach wieder mal nichts Gutes. In der Nacht hat sich unser Verdacht dann natürlich auch bestätigt. Es goß wieder mal aus Kübeln. Unser Plan, dort noch einen Tag zu verlängern, ging dann leider nicht auf. Der Manager sagte nur: “Sorry, we´re fully booked.” Daß ausgerechnet an diesem Wochenende die Meisterschaften im “Goldenen Schaf scheeren” stattfinden, konnte wir nun wirklich nicht ahnen. Also diesmal bei Regen aufsatteln und ganze 30 km weiterfahren bis nach Carterton. Mit Glück fanden wir auch schnell ein Motel, denn auch hier war alles auf das “Goldene Schaf” ausgerichtet, so daß wir nur für eine Nacht bleiben konnten. Da die Gegend auch sonst, außer Wein, nicht sonderlich viel zu bieten hat, sind wird dann an der Ostküste weiter bis Napier gefahren. Ach ja. Auf dieser Strecke kommt man noch an dem Ort mit dem längsten Namen der Welt vorbei. Dieser lautet:“Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu”. 🙂 Um es kurz zu machen. An diesem Ort hat sich ein Typ namens Tamatea mit ein paar anderen ordentlich auf die Birne gehauen. Dabei ist sein Bruder leider über die Klinge gesprungen, und deshalb hat Tamatea dort immer auf einem Hügel rumgesessen und seinem Bruder gedacht (warum der Name deshalb so lang werden mußte hat sich mir allerdings nicht erschlossen). Außer diesem ellenlangen Schild gibt es aber hier nicht viel zu sehen.  Das Wetter wurde aber auch hier an der Ostküste nicht wirklich besser. Wohin man auch schaute, überall war Regen angesagt. Selbst wenn der ausblieb, war der Regenkombi beste Wahl, um die Temperaturen von 12-14 Grad etwas erträglicher zu gestalten. Von Napier aus ging es dann an der Ostküste entlang zum östlichsten Punk Neuseelands. Kein aufregender Ort, aber die Fahrt war recht schön. Haben wir beim losfahren noch die Regenklamotten übergezogen, riß nach einer Stunde der Himmel auf, als wäre nie was gewesen. So konnten wir die 200 km bis zum Eastcape bei trockener Fahrbahn und blauem Himmel fahren. Das war wieder mal ein ganz neues Gefühl. Dafür pfiff uns am Kap der Wind nur so um die Ohren. Bei einer Pause habe ich unvorsichtiger Weise meinen Helm auf einen Tisch gestellt. Das hätte ich besser nicht machen sollen – ruck zuck war das Teil runter gefegt. Zum Glück ist nichts passiert – bei solchen Aktionen geht das Visier gerne mal flöten. Bei E178° 32.634´war dann Schluß mit lustig. Weiter nach Osten geht´s in Neuseeland mit einem Fahrzeug nicht, jedenfalls nicht mit einem Motorrad. Allerdings konnten wir beim Blick über den Pazifik noch keine Spur von Südamerika entdecken. 😉 Zum Übernachten lud die Gegend hier allerdings nicht wirklich ein, so daß wir noch weiter bis zum Ohope Beach gefahren sind. Endlich konnten wir wieder mal das Zelt vorholen, da sich das Wetter offensichtlich mal eine Auszeit vom Regen genommen hat. Mal sehen, wie lange es anhält. Eins haben wir nämlich in Neuseeland gelernt. Der Wetterbericht hier ist alle paar Stunden ein anderer.

08.03.12 Ohope Beach-Auckland

An der Ostküste ging´s noch ein paar Kilometer entlang, bevor wir Richtung Auckland wieder ins Landesinnere abgebogen sind. Als wenn der Wettergott unseren Blog gelesen hätte, wurde die letzten Tage noch mal alles an Sonne aktiviert, was da war. Gute 20 Grad,  blauer Himmel, so hätten wir das gern die letzten beiden Wochen auch gehabt. Aber so eine Reise ist nun mal kein Wunschkonzert. Bei den Temperaturen konnten wir an der Küste sogar wieder unser Zelt auspacken und uns am Strand noch mal so richtig die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Die Gegend um Tauranga ist so eine richtige Beachgegend. Feine Häuser, alles ein bißchen teurer als sonst, halt so richtig auf Touris eingestellt. Das ist zwar sonst nicht so unser Ding aber auf dem Rückweg führte unser Weg nun mal hier entlang. Aber wenigstens haben wir hier mal richtige Kiwis gesehen. Nicht die Neuseeländer, nein, die grünen Dinger am Baum. Oder besser gesagt am Strauch. Die Kiwipflanzen erinnern so ein bißchen an Weinreben, viel höher sind sie auch nicht. Die restlichen Kilometer bis Auckland waren dann auch schnell abgespult. Nach 9.461 km standen wir dann wieder in unserer Backpackerlodge auf der Matte. Bedingt durch das schlechte Wetter der letzten Wochen sind wir ein paar Tage früher, als geplant, wieder hier aufgeschlagen. Dazu kommt noch, daß mich mein Weisheitszahn in den letzten Tagen ordentlich auf Trab gehalten hat und ich schon die Antibiotika aus der Reiseapotheke vorholen mußte. Aber da ich diese Sache lieber in Deutschland erledigen möchte, haben wir mal eben Kontakt zu Singapore Airlines aufgenommen und unseren Flug etwas vorverlegt. Das geht hier alles ganz easy per Telefon. Jetzt blieb uns nur noch, die Vorbereitungen für den Rücktransport des Motorrades zu treffen. Mit unserem Agenten hatten wir schon alles besprochen, die erforderlichen Unterlagen gab´s per Mail. Wenn ich da noch an das Chaos in Asien denke…hier lief alles, wie am Schnürchen. Der Zoll wußte, was er tat. Die Abstempelung des Carnets hat keine 10 Minuten gedauert. Das Motorrad war in zwei Stunden wieder in der Kiste verpackt, die ordentlich zwischengelagert wurde. Nur der Wettergott war wieder mal kein Biker. Pünktlich am Morgen, als wir das Motorrad zum Depot bringen wollten, setzt wieder mal leichter Regen ein. Ungünstiger ging es ja nun wirklich nicht!!! Ein nasses Motorrad in die Kiste packen wäre ja fast vorsätzliche Zerstörung des Motorrades. So mußten wir die KTM und unsere Sachen erst noch “trockenlegen”, bevor alles eingepackt wurde. Die restliche Zeit bis zum Abflug werden wir unsere Kreditkarten noch ein wenig strapazieren und uns noch das eine oder andere in Auckland anschauen. Das war:

Unser Fazit zu Neuseeland wollen wir auch diesmal wieder in ein paar Stichpunkten zusammenfassen. Speziell für Leute, die wie wir, vielleicht auch mal individuell mit dem Motorrad hier her fahren wollen. Zuerst mal die Neuseeländer selbst. Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Anders kann man das nicht sagen. Wo immer wir mit unserem deutschen Kennzeichen auftauchten, wurden wir interessiert “ausgefragt” und es wurde uns immer eine gute Zeit in Neuseeland gewünscht. Im Vorbeifahren wurde oft der Daumen nach oben gezeigt oder an der Ampel auch schon mal Smalltalk gehalten. Auch bei unserem kleinen Crash auf der Molesworthroad wurde die Hilfe völlig selbstverständlich und uneigennützig gegeben. Da kann man den Kiwis nur ein dickes Lob aussprechen. Die andere Seite von Neuseeland ist leider, daß hier alles sauteuer ist. Das war uns zwar vorher bekannt, aber wenn man dann im Supermarkt 1,90 € für den Liter Milch berappt, und sich das in fast allen Bereichen fortsetzt, ist das schon recht heftig. Vor allem die Übernachtungskosten haben ordentlich reingehauen. Die Campingplätze hier sind zwar meistens sehr gut ausgestattet (Mikrowelle, Herd, Internet, Waschmaschine, Kühlschrank…), es ist fast alles da, aber mit durchschnittlich 13,00 € pro Person und Nacht ist es dennoch ziemlich heftig für unseren Geschmack. Zumal die Qualität zwischen den Plätzen auch teilweise erheblich ist. Von Übernachtungen in Cabins, Motels oder B&B will ich gar nicht erst anfangen. Kein Preis-/Leistungsverhältnis, wie man es aus Deutschland kennt. Es gibt zwar auch recht einfache und billige DOC-Plätze (Department of conservation), aber da ist dann außer einem Wasseranschluß und einem Dixi meist nicht mehr vorhanden. Bezahlt wird übrigens fast überall mit Kreditkarte. Selbst an der Eisbude steht der Kartenleser bereit. Das Fahren im Land ist völlig entspannt. An den Linksverkehr gewöhnt man sich ruck zuck und auch die “chaotische Fahrweise” der Kiwis, von der wir im Vorfeld oft gehört hatten, konnten wir nicht feststellen. (Vielleicht lag das aber auch an unserer guten Anpassungsfähigkeit) 😉 Lediglich die LKW-Fahrer sind mit Vorsicht zu genießen. Meistens viel zu schnell unterwegs, haben sie doch das eine oder andere Mal unseren Puls etwas auf Drehzahl gebracht. Einmal kam uns ein Holzlaster mit schlingerndem Anhänger aus einer Kurve entgegen – da habe ich echt gedacht “Game over!” Auch in Neuseeland war unser Navi von Vorteil. Man braucht es zwar nicht zwingend, aber auch wenn man nur die nächste Tanke oder den nächsten Supermarkt finden will, ist es schon recht hilfreich. Eine kostenlose Karte gibt es übrigens hier. Ansonsten hat man manchmal das Gefühl, ganz Neuseeland besteht nur aus Campervans. Mein Gott! Diese Dinger fahren zu Tausenden hier durch´s Land, und auf den Zeltplätzen ist zu 90% alles auf diese Art von Urlaub ausgerichtet. Der große Vorteil von denen ist natürlich, daß sie das Wetter schon mal kalt läßt. Darüber muß man sich auf dem Motorrad im klaren sein. Ohne gute Regenklamotten geht gar nichts. Das hatten wir zum Glück ja auch berücksichtigt und so sind wir zwar des Öfteren naß geworden, aber immer nur von außen. Unsere Klamotten haben jeden Regenguß überstanden. Allerdings macht es trotzdem keinen Spaß, bei Mistwetter durch die schöne Landschaft zu fahren. Bei Wetter fällt mir natürlich auch die Sonne ein. Wenn sie denn scheint, dann ordentlich. Guter Sonnenschutz ist enorm wichtig. Wir haben ein- zweimal vergessen, uns rechtzeitig einzucremen und haben sofort die Quittung dafür bekommen. Bei “Witterungseinflüssen” fallen mir unweigerlich auch die Sandflies ein. Diese kleinen Mistviecher gibt es vorwiegend an der Westcoast, aber auch sonst schwirren sie überall rum, wo Wasser in der Nähe ist. Die Bisse von den Plagegeistern gehen einem richtig auf die Nerven. Da hat man dann gleich 1-2 Wochen was davon. Mückenspray hat nach unserer Erfahrung nicht viel geholfen. Ich glaube, die Biester dopen sich mit dem Zeug noch. Aber gerade da, wo Wasser mit im Spiel ist, ist die Landschaft ja meistens besonders reizvoll. So ist es auch in Neuseeland. Das Land hat unglaublich viel verschiedene Ansichten zu bieten. Mal denkt man, man ist im Allgäu, mal am Amazonas unterwegs. Besonders die riesigen Farne und Kauriwälder fanden wir ganz toll. Ob Süd- oder Nordinsel schöner ist, kann man so pauschal sicher nicht sagen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Allerdings sollte man nicht meinen, ganz Neuseeland ist eine einzige paradiesische Landschaft. Wir haben auch viele trostlose Orte gesehen, wo ich um Himmels Willen nicht tot über´n Zaun hängen möchte. Gerade viele kleinere Ortschaften sind mehr oder weniger lieblos in die Landschaft gesetzt. Da gibt es dann eine Hauptstraße und ein paar mehr oder weniger intakte Häuser und das war´s. Für Wanderer ist Neuseeland sicher ein Eldorado. Geführte Touren gibt es massenweise. Nur sollte man da auch die richtige Ausrüstung dabei haben. Ansonsten werden bei den Touriaktivitäten immer wieder adrenalinfördernde Sportarten wie Speedbootfahren, Bungeejumping, Quadfahren usw. angeboten. Natürlich nicht gerade im Sonderangebot. Für den, der´s mag… sicher das Größte. Wir hatten auf unserem Motorrad genug Adrenalinausstoß. Das Verschiffen hier her war völlig problemlos. Wir hoffen mal, daß die Rückreise auch so verläuft. Vielen Dank an dieser Stelle an die Spedition intime aus Hamburg. Bedenken muß man allerdings, daß das Motorrad blitzsauber sein muß, wenn man es hier importiert und daß sich der Transport des eigenen Bikes nur rechnet, wenn man länger als 3-4 Wochen hier unterwegs ist. Unsere KTM hat uns wieder mal sicher durch´s Land gebracht. Von 2 gebrochenen Speichen im Hinterrad mal abgesehen, die aber sicher der hohen  Beladung geschuldet waren, gab es keine Probleme. Nicht mal einen Tropfen Öl hat sie während der fast 10.000km gebraucht. (wozu habe ich das teure Zeug bloß mitgeschleppt?). Als Reifen haben wir dieses mal den Heidenau K60 Scout als 140/80 probiert. Nach 9.500km ist er hinten so ziemlich fertig und höchstens noch für ein paar zahme Straßenkilometer zu gebrauchen. Bei ca. knapp 10% Gravelroadanteil und ansonsten schonender Gangart hat er seinen Job aber ganz gut gemacht. Für den Fall der Fälle gibt es aber hier genügend Motorradwerkstätten, bei denen man sich Hilfe oder Ersatzteile beschaffen kann. Tankstellen gibt es reichlich im Land. Manchmal sollte man aber vorher durchrechnen wie weit man fahren will und wo die nächste Säule ist. Gerade wenn es offroad oder in weniger dicht besiedelte Gegenden geht. Manche kleinere Tanken haben übrigens nur Normalbenzin und Diesel. Wenigstens der Sprit ist hier nicht teurer als bei uns (Super bleifrei so ca. 1,40 bis 1,50€/ltr.) So, mehr fällt mir im Moment nicht mehr ein. Bei Fragen: email an uns!

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60 Antworten zu Bis an’s Ende der Welt…

  1. Olli schreibt:

    Sehr schön das es hier bald wieder was zu lesen gibt. Freut mich für euch das es bald wieder auf Reise geht und seid froh, das euer Navi jetzt abgeraucht ist und nicht unterwegs…
    Auf bald…
    Gruß der Olli

  2. Sonne schreibt:

    Hach wie aufregend, es geht bald wieder los. Aber wieso nur ein Moped? Wegen der Kosten? Das kann Gina sich doch nicht auf eigener Achse entgehen lassen! Obwohl so hintendruff zurücklehnen und nur die Landschaft geniessen, hat ja auch was. Und noch ne Frage, welches Navi ist es jetzt?

    So, ich bin dabei, wenn ihr wieder schreibt. Wünschen Euch eine tolle Reise!
    Sonne und Ollo

  3. Milan schreibt:

    Ich wünsche euch viel Spass
    Bin auch voll in der Vorbereitung
    Passt auf euch auf.
    Gruss Milan aus der Schweiz

  4. Tina & Dirk schreibt:

    Hi Regina & Maik,
    wir hoffen Ihr seid gut in New Zealand gelandet und Euer erstes „meeting“ hat geklappt.
    Wir drücken die Daumen, das die KTM ist diesmal pünktlich angeschippert kam und wünschen Euch eindrucksvolle Touren bei bestem Wetter.
    Danke nochmals für Eure Hilfsbereitschaft, wir sind gespannt auf diesen blog, cu Tina & Dirk

  5. Tina & Dirk schreibt:

    Hi Regina & Maik,

    DANKE für den Kurierdienst. Wir wünschen Euch eindrucksvolle Touren „downunder“ bei bestem Wetter und drücken fest die Daumen, dass die KTM pünktlich angeschippert ist.
    Liebe Grüße, Bettina & Dirk

  6. Jan schreibt:

    So, ich hoffe ihr seid gut angekommen 🙂 Viel Spass und tolle Erlebnisse auf eurer Tour!!
    Auf die Berichte bin ist schon ganz gespannt.
    LG Jan

  7. Iris schreibt:

    Schön, dass Ihr gut gelandet seid am anderen Ende der Welt. Ich freu mich auf Euren Bericht. Liebe Grüße aus der stürmischen Heimat 😉
    Iris

  8. roadrunnerontour schreibt:

    Hallo Ihr Lieben!
    Vielen Dank für die vielen lieben Wünsche. Bis jetzt ist in NZ alles gut gelaufen und wir hoffen, daß das auch so bleibt.
    Liebe Grüße Gina & Maik

    @ Tina & Dirk: Wie von Euch schon angekündigt, war auf Eure Linna Verlaß und sie stand pünktlich am Airport. 😉

  9. Heiko Lisa und Ines schreibt:

    Hallo Ihr zwei! Euer Start ins neue Jahr hat somit gut funktioniert und ihr seit gut am anderen Ende der Welt angekommen. Supi. Wir wünschen euch von Herzen eine geile Zeit und lesen natürlich mit ein wenig Neid und großer Spannung eure Reiseberichte. Liebe Grüße und gute Fahrt wünschen die Gothaer Heiko Lisa Maria und Ines.

  10. Marion aus B. schreibt:

    Hallo Ihr 2! Schön, dass am Beginn alles so reibungslos verlief. Ich werde Eure Tour diesmal parallel mitverfolgen und wünsche Euch großartige Erlebnisse.

  11. Anonymous schreibt:

    Hi Ihr Zwei,….

    schön von euch zu lesen und das ihr gut angekommen seid…..werden eure reise wieder verfolgen.
    unser urlaub auf la gomera endet ja in ein paar tagen schon wieder.

    eine gute weiterreise wünschen
    bigi und ronni

  12. olli schreibt:

    Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe am Donnerstag den Stammtisch verpasst… 😦 Einfach vergessen… Ist mir in den ganzen 7 Jahren nicht einmal passiert…
    …nur mal so!!!

  13. Günther schreibt:

    Bin ganz gespannt über den weiteren Verlauf eurer Reise und habe schon einen Ordner zur Speicherung der Fotos angelegt. Weiter viel Glück, tolle Eindrücke und „very nice weather“.
    Ja, ja der Olli. Ich dachte doch tatsächlich, wichtigste private Gründe hätten ihn vom Besuch des Stammtischs abgehalten. Aber so ist das mit den jungen Leuten. Mit einem papiernen Terminkalender wär ihm das nicht passiert.

  14. Stephan schreibt:

    Schön zu lesen, dass es bzgl. des Reisestarts kein 2. Thailand gegeben hat :o) Also gute Fahrt !

  15. Anonymous schreibt:

    Hallo ihr Beiden,
    auch ich lese wieder mit Begeisterung eure Reiseberichte. Ich wünsche euch eine tolle Zeit!

    Lieben Gruß
    Anke

  16. szaushi schreibt:

    Ein Moin an die „frisch“ Vermählten! Gratuliere! Unverhofft kommt oft! Coole Sache! Freu mich für euch! Weiterhin noch viel Glück und erlebt noch eine Menge!!!!

    Liebe Grüße aus H,

    Stephan

  17. Iris schreibt:

    *Sekt aufmach* hey, wie geil is das denn???? Wo, wenn nicht da *lach* – genauso hätt ich das auch gemacht. *Daumen hoch*
    Gaaaaaaaanz herzliche Glückwünsche und… das kost natürlich einen … oder auch zwei oder so *fg*

  18. Max schreibt:

    Genau SO muss es sein und nicht anders. Viel Glück für Euch. 😉

  19. Nicole Weidlich schreibt:

    Ich fasse es nicht das geht ja mal garnicht !!Ich wollt doch die brautfrisur machen meine liebe gina.Das müßen wir nachholen.Aber dein mann will ich noch was sagen.Also ich heirate in las vegas und mir is dann nich am nächsten tag alles egal das weiß ich jetzt schon .Hehe.Alles gute euch zwein eure Nicole aus oha

    • Anonymous schreibt:

      Na da kommt der „schlaue Fuchs“ doch in die Falle . (arme Regina)

      Herzlichen Glückwunsch
      von Matthias und dem Rest der Firma

      • roadrunnerontour schreibt:

        Hallo Matthias!
        …nur daß der Fuchs diesmal die „Falle“ selber zugemacht hat.;-) und darüber ganz froh ist. Danke für die Glückwünsche und viele Grüße an den Rest der Firma.
        Gina & Maik

  20. Arbeitskollege Jörg schreibt:

    … genau herzlichen Glückwunsch – natürlich auch von mir [Jörg (EVT)] und nun noch
    liebe Regina bitte Deine Angaben in „Wir über uns“ aktualisieren….wie heißt es da
    „Mein Familienstand ist…ledig, in fester Beziehung, aber ohne Fangeisen!!!“
    Viel Glück und weiterhin viel Spass…

  21. roadrunnerontour schreibt:

    Hallo Ihr Lieben!
    Vielen lieben Dank für die Glückwünsche, die wir bis jetzt bekommen haben. 🙂
    Morgen starten wir dann mal in unsere Flittermonate und werden Euch natürlich weiterhin von unseren Reiseerlebnissen berichten.
    Viele Grüße von Gina & Maik

  22. Robert schreibt:

    Servus Gina und Maik,
    Ganz herzliche Glückwünsche zur Vermählung. Carpe diem – genießt Eure Flitterwochen und berichtet weiter so interessant von Euren Reiseerfahrungen…
    Gruß aus Oberbayern
    Quercusilex

  23. pia schreibt:

    IHallo Ihr Zwei, ich fasse es nicht, wollte doch bei Euch Blumen streuen!!!!! Wünsche alles erdenklich Gute und freue mich riesig für Euch! Ganz viel Spaß noch! Liebe Grüße Pia

  24. Sandra & Holger schreibt:

    Na dann auch mal von uns alles Gute zur Hochzeit!!!
    Genauso würden wir es wohl auch machen. Aber da haben wir ja noch 9Jahre Zeit 😉
    Flittert noch schön!

    Sandra & Holger

  25. Günther schreibt:

    Ein Hoch auf das junge Brautpaar. Mit einigen Überraschungen auf eurer Tour habe ich ja gerechnet, aber damit nicht.
    Herzlichen Glückwunsch und alles, alles Gute aus Heisede!
    „Zum Lebenswandel Hand in Hand: Viel Glück! Viel Liebe! Viel Verstand! “
    wünscht euch Günther

  26. Stephan schreibt:

    Das sind ja tolle Neuigkeiten ! Glüchwunsch an Euch beide. Da müssen wir jetzt erst recht eine kleine Skype-Konferenz am Samstag Abend bzw. Sonntag Morgen machen :o)

  27. Anonymous schreibt:

    Liebe Regina und Maik,
    da traute ich doch meinen Augen nicht, musste alles gleich nochmal lesen!!! Ich war fest überzeugt, dass gerade ihr nie diesen Schritt wagen würdet.
    Wir freuen uns riesig für euch, habt viel Freude auf euren Flitterwochen, wer macht schon so lange eine Hochzeitsreise!!??
    Hoffentlich schenkt euch Petrus nun gutes Wetter und ihr könnt es noch mehr genießen.
    Lese gerne euren Bericht und denke oft an euch.
    Viele Liebe Grüße, seid ganz fest umarmt,
    eure Hannelore und Thomas

  28. Heiko Lisa und Ines schreibt:

    Hier sind die allerliebsten, besten und lang überfälligen Glückwünsche auch von uns. Wir konnten es fast nicht glauben und wir mussten es auch zwei mal lesen. Umso mehr freuen wir uns für euch. Liebe Grüße und fühlt euch geknuddelt von uns. Weiterhin gute Fahrt!!!!!!!!!!!

  29. RC schreibt:

    Da schaue ich mal wieder völlig unvorbereitet nach, was es neues aus Neuseeland gibt, und dann diese Neuigkeiten! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft, auch im Namen der Kollegen im GB Goslar!

  30. Dörte und Jan schreibt:

    Hallo ihr Beiden an das andere Ende der Welt!
    Herzlichen Glückwunsch zur grünen Hochzeit in wirklich herrlicher Umgebung !!!! …tja bei uns waren es gestern auf den Tag 22 Jahre 🙂 ätsch!
    Noch eine ganz tolle Reise! ….vielleicht auch mal bei schönerem Wetter? …und gefeiert wird trotzdem auch zu Hause!

  31. Olli schreibt:

    *unfuckingfassbar* wie man zur Zeit hier in Deutschland sagen würde…
    …und ich bin auch gerade ein wenig sprachlos!!! Aber positiv sprachlos… 🙂
    Supergeile neue Nachrichten und ich wünsch Euch alles Gute…

    #doppelhach

    • Iris schreibt:

      *unfuckingfassbar* *pruuuuust* ganau DAS war das Wort, das ich seit Tagen suche. Danke Olli, Du hast den Nagel quasi genau auf den Kopf getroffen. 😉

  32. froschi+Regina schreibt:

    Servus Ihr zwei,
    ja wie geil ist das denn…. herzlichen Glückwunsch, freuen uns für euch beide. (toll gemacht)

  33. Anonymous schreibt:

    oh ich werd verrückt…schau heut früh so nichts ahnend hier rein….oh das ist aber schön…wenn ich das ronni erzähle..so eine überraschung
    alles gute für euch zwei zu eurer hochzeit und weiterhin eine ganz tolle hochzeitsreise
    seid ganz lieb gedrückt von ronni und der immer lieben bigi

  34. Anonymous schreibt:

    Hallo Ihr zwei,finde ich echt geil und herzlichen Glückwunsch und dann habt noch viel spaß.
    Gruß Heiko

  35. Marion aus B. schreibt:

    Da vergisst man mal ein paar Tage nach der Internetseite zu sehen und schon wird geheiratet. Obwohl ich mir schon am Beginn der Reise gedacht habe, dass Cape REINGA für REGINA doch etwas ganz Besonderes sein müsste…
    Ich wünsche Euch Beiden alles erdenklich Gute.

  36. Andrea schreibt:

    Hallo Gina und Maik,
    auch aus dem hohen Norden einen Glückwunsch zu Eurer Hochzeit. Ich habe auch gedacht ich lese nicht richtig aber wir freuen uns für Euch beide. Wir wünschen Euch noch schöne Flitterwochen, genießt Sie. Wir verfolgen Eure Reise weiter mit Spannung und freuen uns auf die nächsten Routen von Euch.
    Liebe Grüße
    Andrea und Henry

  37. Anonymous schreibt:

    WAHNSINN, was für Neuigkeiten.
    Ich gratuliere Euch recht herzlich. Location war echt perfekt *neidischbin*.
    Ich hoffe allerdings das es bei mir und Holger keine 19 Jahre dauert 😉
    7 haben wir nun auch schon rum…
    Weiterhin super viel Spaß und ganz liebe Flittergrüße ans Ende der Welt.

    Sonja K.

  38. Tina & Dirk schreibt:

    … von uns auch ALLES Gute und das passt sehr gut zueinander!
    Ihr seid 19 Jahre zusammen, fast 19tsd Kilometer entfernt von OHA und es werden bestimmt noch mindestens 19 spannende Tourjahre vor Euch liegen.
    Dafür immer den richtigen Grip unter die Reifen, cu T. & D.

  39. Winter, Elke schreibt:

    Hallo ihr zwei,
    habe mit großer Freude die wunderbare Nachricht gehört, gelesen und bildlich gesehen,
    dass ihr euch das Ja-Wort gegeben habt. Unseren Glückwunsch zu eurer Hochzeit
    und noch eine schöne Zeit.
    Werde eure nächsten Routen weiterhin mit Genuss und Spannung verfolgen.
    Liebe Grüße von Elke und Jürgen
    und auch viele Glückwünsche und alles liebe von Renate und Manfred

  40. Anke schreibt:

    Hallo ihr beiden,
    auch von mir herzliche Glückwünsche zu eurer Hochzeit! Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles erdenklich Gute für eure gemeinsame Zukunft! Dann genießt eure Flitterwochen und habt eine schöne Zeit!

    Alles Liebe
    eure Anke

  41. SchlauMi schreibt:

    Hallo ihr zwei verrückten,
    hier auch noch von mir und meiner überaus neidischen Frau die allerbesten Wünsche zu diesem Ereignis. Zu diesem Schritt hab ich mich damals in Las Vegas nicht getraut, obwohl das alle in Deutschland erwartet hatten. Weiterhin schönes Wetter, kommt Heile und Gesund wieder.
    SchlauMi

  42. Iris schreibt:

    @–>–>– @–>–>– @–>–>– @–>–>–
    Happy Birthday to youuuuuu
    @–>–>– @–>–>– @–>–>– @–>–>–
    happy Birthday to youuuuuu
    @–>–>– @–>–>– @–>–>– @–>–>–
    happy Birthday liebe Gina
    @–>–>– @–>–>– @–>–>– @–>–>–
    happy Birthday to youuuuuu
    @–>–>– @–>–>– @–>–>– @–>–>–
    *träller*
    Alles Liebe und Gute (__)o *prösterchen*
    aus der kalten, aber sonnigen Heimat

  43. Winter, Elke schreibt:

    Hallo liebe Gina,
    herzlichen Glückwunsch zu Deinem heutigen Geburtstag,
    alles Liebe, Glück und noch viele schöne Stunden auf Eurer Reise.
    Dies wünschen Dir Elke und Jürgen
    sowie Renate und Manfred.

  44. Olli schreibt:

    Hi Gina, alles Gute zum Geburtstag wünsche ich Dir… 😉

  45. Knecht schreibt:

    Schalömmchen ihr zwei,

    da war ja noch was… 😉

    http://wp.me/pTnZB-fD

    Gruß vom Knecht!

    • roadrunnerontour schreibt:

      Hallo lieber Knecht samt Gefolgschaft! 😉
      Vielen lieben Dank für diese tollen Hochzeits-Glückwünsche. Wer hätte denn gedacht, daß Ihr Frau roadrunner am Ende der Welt zu Tränen rührt. Die Überraschung ist Euch echt gelungen.
      Wir freuen uns schon auf den April-Stammtisch, da gibt es dann sicher noch viel zu berichten.
      Liebe Grüße von Waikuku Beach senden Euch Gina & Maik
      .
      PS: Anmerkung vom rr: der Spruch war genau richtig!!! Damit die Weichen gleich richtig gestellt werden 😉

  46. Dörte und Jan schreibt:

    Hallo Gina, auch von mir alles Gute zum Geburtstag und lass dich heute besonders
    verwöhnen!;-)
    Weiterhin viel Spass und tolle Erlebnisse euch beiden…

    LG Jan

  47. Nicole Weidlich schreibt:

    ja dann happy birthday mal nachträglich meine liebe Gina Alles gute und ich freu mich schon auf ein Wiedersehen und nicht nur ich….. ;-*

  48. roadrunnerontour schreibt:

    DANKEDANKEDANKE für die vielen lieben Geburtstagsgrüße via Skype, eMail und Blog. Schön, daß Ihr alle an mich gedacht habt.
    Liebe Grüße, Gina

  49. Juergen schreibt:

    Hallo Ihr Beiden,
    es ist prima Eure Berichte zu lesen und viele unsere alten Erinnerungen wieder aufzufrischen . NZ ist schon echt Klasse.
    Hoffe Ihr habt unsere email mit den Glueckwuenschen zum „Special event“ erhaletn .
    Wieter viel Spass
    Juergen und Phaengsri aus Thailand

  50. Catrin Schröder schreibt:

    Hallo ihr beiden weltenbummler,
    habe heute von marion den link bekommen. beneide euch ja ein bisschen. glückwünsche zum ehebund und…auch an den schreiberling! interessant, kurzweilig und informativ. Maik, bist du der poet? werde eure Aufzeichnungen jetzt auch mit verfolgen.
    danke dafür.
    viel spaß weiterhin, tine aus wr

  51. Marcus schreibt:

    Hallo ihr Lieben

    es grüßen euch Inge, Manfred, Saskia und Marcus aus dem sonnigen Neumünster.

    Wir hoffen Ihr habt viel Spass.
    Viele Grüße

  52. Juergen schreibt:

    Hallo Ihr Beiden , habe nach langer Zeit mal wieder gecheckt was mit Euch angeht . Vile Spass im Regen ,nicht wahr . !!!
    Bis Thailand ist es nicht so weit wie bis nach Deutschland -come on , .Wir gehen auf die heisseste Zeit des Jahres zu (Mitte April) und z. Zt schaffen wir es schon ganz locker bis auf 35 -36 Grad am Tag .
    Man muss halt alles mal mitgemacht haben.
    Da wir schon noch mal wieder nach NZ wollen bin ich natuerlich sehr interessirt an Euren Kommentaren . Aber -so gern ich die Motorraeder mag – Ihr bestaetigt es mit jedem Bericht ,unser naechster Trip wird definitiv wieder im Wohnmobil sein.

  53. ronni schreibt:

    hi ihr zwei,
    war heute mal wieder auf eurer seite.
    schön geschrieben und super bilder…genießt die zeit…auch wenn es regnet.
    hier bei uns ist es auch nicht besser…ihr verpasst also nichts.
    so ein junges ehepaar hat doch bestimmt noch alternativen bei solch schlechtem wetter !!!!!!!!!!

    habt noch eine super reise und kommt gesund wieder.
    gruss ronni

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